Der Dreißigjährige Krieg

  • Der Söldner Peter Hagendorf gilt als der berühmteste Augenzeuge des Krieges. Als Soldat hinterließ er ein Tagebuch, das er mehr als 22 Jahre geführt hat. Vergrößern
    Der Söldner Peter Hagendorf gilt als der berühmteste Augenzeuge des Krieges. Als Soldat hinterließ er ein Tagebuch, das er mehr als 22 Jahre geführt hat.
    Fotoquelle: ZDF / Ralf Gemmecke
  • Anna Wolf hatte sich ihre Angst vor Vergewaltigung von der Seele geschrieben. In ihrem Tagebuch aus beschrieb sie, wie sie sich vor marodierenden Soldaten versteckt hielt. Vergrößern
    Anna Wolf hatte sich ihre Angst vor Vergewaltigung von der Seele geschrieben. In ihrem Tagebuch aus beschrieb sie, wie sie sich vor marodierenden Soldaten versteckt hielt.
    Fotoquelle: ZDF / Ralf Gemmecke
  • Die Müllerin Anna Wolf gilt noch heute als "Heldin von Schwabach". Sie rettete sich, andere junge Frauen und den Bürgermeister vor dem Zugriff marodierender Soldaten. Vergrößern
    Die Müllerin Anna Wolf gilt noch heute als "Heldin von Schwabach". Sie rettete sich, andere junge Frauen und den Bürgermeister vor dem Zugriff marodierender Soldaten.
    Fotoquelle: ZDF / Ralf Gemmecke
  • Plünderungen, Schändungen und öffentliche Hinrichtungen: Im Dreißigjährigen Krieg herrschte vielerorts entfesselte Gewalt. Vergrößern
    Plünderungen, Schändungen und öffentliche Hinrichtungen: Im Dreißigjährigen Krieg herrschte vielerorts entfesselte Gewalt.
    Fotoquelle: ZDF / Ralf Gemmecke
  • Die Einnahme Magdeburgs durch die kaiserlichen Truppen lief völlig aus dem Ruder: Die Stadt wurde ohne Gnade geplündert und in Brand gesetzt. Nur der Dom wurde verschont. Vergrößern
    Die Einnahme Magdeburgs durch die kaiserlichen Truppen lief völlig aus dem Ruder: Die Stadt wurde ohne Gnade geplündert und in Brand gesetzt. Nur der Dom wurde verschont.
    Fotoquelle: ZDF / Ralf Gemmecke
  • Albrecht von Wallenstein war der bekannteste Kriegsunternehmer im Dreißigjährigen Krieg - ein Warlord, der auf eigene Rechnung Krieg führte. Sein Schicksal: Wallenstein wurde von einem seiner eigenen Offiziere ermordet. Vergrößern
    Albrecht von Wallenstein war der bekannteste Kriegsunternehmer im Dreißigjährigen Krieg - ein Warlord, der auf eigene Rechnung Krieg führte. Sein Schicksal: Wallenstein wurde von einem seiner eigenen Offiziere ermordet.
    Fotoquelle: ZDF / Volker Schmidt
  • Der erste große europäische Krieg wurde überwiegend auf deutschem Boden ausgetragen. Wien und Madrid kämpften gegen die Herrscher aus Schweden, Frankreich, Dänemark und den Niederlanden. Vergrößern
    Der erste große europäische Krieg wurde überwiegend auf deutschem Boden ausgetragen. Wien und Madrid kämpften gegen die Herrscher aus Schweden, Frankreich, Dänemark und den Niederlanden.
    Fotoquelle: ZDF / Volker Schmidt
Report, Geschichte
Urkatastrophe der Geschichte
Von Andreas Schöttl

Infos
Die Dokumentation ist ab Samstag, 8. September 2018, 19:30 Uhr, in der Mediathek unter terra-x.zdf.de abrufbar. Zum Film gibt es auch ein Webvideo, das am Samstag um 10:00 Uhr in der Mediathek und am Sonntag 9. September 2018 um 12:00 Uhr auf dem YouTube-
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
So., 09.09.
19:30 - 20:15
Folge 1, Tagebücher des Überlebens


Eine zweiteilige Dokumentation zeichnet die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges nach. Der blutige und mörderische Konflikt ist als Urkatastrophe in die Geschichte eingegangen.

Der Schrecken begann vor 400 Jahren. Die Feldzüge und Schlachten des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648) hatten überwiegend auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation stattgefunden. Es waren nicht nur die Kriegshandlungen selbst, sondern auch die durch sie verursachten Hungersnöte und Seuchen, die ganze Landstriche verwüsteten und entvölkerten. In Teilen Süddeutschlands beispielsweise überlebte nur ein Drittel der Bevölkerung. In ihrer zweiteiligen Dokumentation, die nun im Rahmen von "Terra X" im Zweiten zu sehen ist, zeichnen die Autoren Ingo Helm und Volker Schmidt den ganzen Schrecken eines Konflikts zwischen Religion und Größenwahn nach, der als Urkatastrophe in die Geschichte eingegangen ist. Das Besondere: Der Zweiteiler beleuchtet diese blutige Zeit europäischer und vor allem deutscher Vergangenheit aus der Sicht einfacher Soldaten und Zivilisten. Erstaunlich gut erhaltene Tagebucheinträge führen den Zuschauer hinein in den finsteren Alltag von Mord, Plünderungen und Vergewaltigungen. Es war ein Leben im Angesicht des Grauens.

Einfache Menschen wie der Schuster Hans Heberle aus der Nähe von Ulm, der Söldner Peter Hagendorf oder die Müllerin Anna Wolf aus Schwabach bei Nürnberg schrieben auf, wie sie die Brandschatzung ihrer Stadt erlebten, in Feldlager dahin vegetierten oder sich aus Angst vor Vergewaltigung versteckten.

In der mit Schauspielern nachgestellten Dokumentation fügen sich Einzelschicksale zu einem Gesamtbild des Schreckens zusammen. Dieses gipfelt in dem Augenzeugenbericht des erst zwölfjährigen Daniel Friese.

Der Junge erlebte 1631 die Einnahme Magdeburgs durch die Kaiserlichen. Sie wurde ein Höhepunkt der Kriegsgräuel, welche auch in der Sprache ihre wunden Punkte hinterließ. So war "Magdeburgisieren" noch bis ins letzte Jahrhundert ein geläufiger Ausdruck für plündern, brandschatzen und morden ohne Gnade.

Der zweite Teil der Dokumentation, in denen viele nachgestellte und aufwendig produzierte Szenen zu sehen sind, folgt am Sonntag, 16. September, ebenfalls 19.30 Uhr.


Quelle: teleschau – der Mediendienst


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