Wenn Bitcoins zur Waffe Putins werden: Die Dokumentation "ARD Story: Der Krypto-Krieg" deckt auf, wie Russland mit der digitalen Währung den Krieg gegen die Ukraine finanziert und westliche Sanktionen aushebelt.
Der große Hype um Kryptowährungen scheint zwar vorbei, doch besitzen Bitcoin und Co. nach wie vor gehöriges Potenzial. Und das nicht nur in ökonomischer und positiver Hinsicht, wie nun eine Dokumentation im Ersten illustriert: Die "ARD Story: Der Krypto-Krieg" zeigt auf, wie gezielt Putins Russland Bitcoins gleichsam als Waffe im Krieg einsetzt. Der investigativ recherchierte Film enthüllt, wie sich das seit dem Angriff auf die Ukraine vor viereinhalb Jahren politisch und wirtschaftlich vom Westen isolierte Land Krypto-Währungen zunutze macht. Mithilfe gigantischer "Bitcoin-Farmen" sollen demnach Rüstungsausgaben finanziert, westliche Sanktionen umgangen und demokratische Staaten geschwächt werden.
Die 45-minütige Dokumentation von Peter Krysler deckt auf, wie Präsident Wladimir Putin dabei vorgeht. In rechtlich wie politisch umstrittenen "Shadow Territorries" werden mit überschüssiger Energie Krypto-Farmen bewirtschaftet und dort durch bisweilen illegales Mining jede Menge Bitcoins generiert. Expertinnen und Experten erläutern, wie Russland diese geopolitisch für seinen Vorteil nutzen und seine Einflusssphären erweitern kann – aber auch, wie das fehlende Eingreifen internationaler Akteure und die mangelhafte Kontrolle der Krypto-Wirtschaft diese Strategie begünstigt.
In der ARD-Mediathek ist die Doku bereits abrufbar.
ARD Story: Der Krypto-Krieg – Mi. 29.07. – ARD: 23.05 Uhr