Der große Rudolph
16.03.2026 • 20:15 - 21:45 Uhr
Fernsehfilm, Gesellschaftskomödie
Lesermeinung
Konstantin Graf von Antzenberg (Robert Stadlober, links) wird von Else Moshammer (Hannelore Elsner, rechts) überredet eine Krawatte zu kaufen. Evi (Lena Urzendowsky) und Rudolph (Thomas Schmauser) beobachten die Szene still im Hintergrund, denn sie haben
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Evi (Lena Urzendowsky) weint nachdem sie von Frau Seidl wegen Moshammers runierter Schuhe gekündigt wurde.
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Rudolph (Thomas Schmauser) und Else Moshammer (Hannelore Elsner) auf einer Party der Gebrüder Grafen von Antzenberg.
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Von links: Konstantin Graf von Antzenberg (Robert Stadlober) wird von Gerdi (Sunnyi Melles) und Toni (Hanns Zischler) zu einer Shoppingtour abgeholt.
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Produktionsland
D, A, CZ
Produktionsdatum
2018
Fernsehfilm, Gesellschaftskomödie

Der große Rudolph

Rudolph Moshammer (Thomas Schmauser) ist der prominenteste Modemacher im München der 1980er Jahre. An der Seite seiner Mutter Else (Hannelore Elsner) empfängt er in seinem Laden in der Maximilianstraße die Schickeria der Stadt. Das reicht seinen stillen Teilhabern und Finanziers Toni (Hanns Zischler) und Gerdi (Sunnyi Melles) aber nicht mehr aus. Sie wollen den Umsatz des Geschäfts steigern - mit dem Hoch- und Geldadel als Kundschaft. Rudolph Moshammer soll den schwerreichen Grafen von Antzenberg (Robert Stadlober) für sich gewinnen. Toni rät ihm, eine junge, verführerische Frau für den Verkauf einzustellen. Durch Zufall findet Rudolph Moshammer die auf den ersten Blick nicht besonders auffällige und ungeschickte Evi (Lena Urzendowsky), eine junge Fußpflegerin aus Augsburg. Aus ihr, so erklärt Rudolph Moshammer, werde er eine aufregende Frau machen. Evi hebt sich mit ihrer unkonventionellen und naiven Art von Moshammers restlichen Angestellten ab. Der Modemacher setzt viel Vertrauen in sie und eröffnet ihr einen neuen Blick auf sich selbst. Das scheint sich zu rächen, als Evi den Grafen von Antzenberg in Moshammers Laden aufgrund seiner Kleiderwahl als farbenblind bezeichnet. Empört verlässt dieser das Geschäft, gefolgt von Rudolph Moshammer, der sich für seine Angestellte entschuldigt und ihn mit seiner philosophischen Sichtweise zum Nachdenken anregt. Toni und Gerdi glauben, alles sei verloren, doch der Graf ist so beeindruckt von Moshammer, dass er beschließt, ihm einen Großauftrag zu erteilen. Es stellt sich heraus, dass Evi eingeweiht und ihr Auftreten vom Modemacher geplant war. Ihre Fähigkeit, die Menschen zu berühren, sieht Moshammer als große Gabe. Moshammers Affinität zu Evi stellt das Verhältnis zwischen ihm und seiner Mutter allerdings gehörig auf die Probe. Immer noch besorgt wegen des drohenden Ausstiegs ihrer Finanziers, lädt Else den Reporter Yogi Darchinger (Daniel Christensen) vom Privatsender München TV ein. Ihre Idee, Moshammers langjähriges Engagement zugunsten der Bedürftigen in München medienwirksam zu inszenieren, stößt bei ihrem Sohn jedoch auf Ablehnung. Nur widerwillig beugt Moshammer sich den Plänen seiner Mutter. Der Modedesigner lädt auf Anweisung des Reporters Obdachlose in seinen Laden ein, doch die Aktion eskaliert, als Yogi Darchinger die Menge aufstachelt, um seinen Bericht aufzuwerten. Während die Obdachlosen in Moshammers Laden rebellieren, ruft Graf von Antzenberg an und lädt ihn, seine Mutter Else und Evi zu einem Fest bei sich ein. Am Abend spricht Rudolph mit seiner Mutter und eröffnet ihr, dass Evi sie zur Feier begleiten wird. Else, der die neue Angestellte von Anfang an ein Dorn im Auge war, entwickelt einen Plan, um endgültig einen Keil zwischen Evi und ihren Sohn zu treiben und zu verhindern, dass Evi tatsächlich auf das Fest des Grafen geht. Durch die Intrigen seiner Mutter sieht Moshammer sich plötzlich gezwungen, sich zwischen ihr und Evi zu entscheiden. Doch Evi lässt sich nicht mehr alles gefallen. Auf dem Anwesen der von Antzenbergs eskaliert die Situation vor den Augen derjenigen, die der Modemacher eigentlich als Kunden gewinnen wollte. Angelehnt an das Leben des 2005 verstorbenen Modemachers Rudolph Moshammer, erzählt die Gesellschaftssatire "Der große Rudolph" eine fiktive Geschichte über Schönheit, Geld, Glamour und eine ungewöhnliche Freundschaft zweier Außenseiter und Einzelgänger im München der 1980er Jahre. Es ist außerdem eine Geschichte über die Kunst des Verkaufens, aber auch über eine einzigartige Hassliebe zwischen Mutter und Sohn.

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