Die Bachmanns
28.04.2025 • 20:15 - 21:45 Uhr
Fernsehfilm, Komödie
Lesermeinung
Miriam (Stefanie Stappenbeck) und Markus (Oliver Wnuk) reden über ihr Gartenfest.
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Miriam (Stefanie Stappenbeck) und Markus (Oliver Wnuk) sind ernüchtert, da die Stimmung auf der Party trotz ihrer guten Absichten gekippt ist.
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Galina (Natalia Belitski, l.) schockiert beim Elterngespräch mit einer Aussage, mit der auch Miriam (Stefanie Stappenbeck, r.) und Markus (Oliver Wnuk, M.) nicht gerechnet hätten.
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Miriam (Stefanie Stappenbeck) und Markus (Oliver Wnuk) schmunzeln über das streitende Ex-Paar nebenan und fragen sich, ob es bei ihnen anders war.
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Originaltitel
Die Bachmanns
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Fernsehfilm, Komödie

"Es war ja damals nicht alles schlecht"

Von Susanne Bald

Kann man befreundet bleiben, wenn man sich als Liebespaar getrennt hat? Und wie gelingt eine harmonische Patchworkfamilie? Das versuchen Stefanie Stappenbeck und Oliver Wnuk in der von "Stromberg"-Autor Ralf Husmann geschriebenen, turbulenten Komödie "Die Bachmanns" herauszufinden. Tempo und jede Menge Bonmots garantiert!

"Die ersten drei Jahre unserer Ehe waren top, fünf von fünf Sternen. Dann hatten wir noch ein paar Drei-Sterne-Jahre, und dann waren alle Sterne erloschen, und wir hatten höchstens noch Energiesparlampen." Das ist das traurige Ehe-Resümee von Miriam Bachmann (eindeutiger Star des Films: Stefanie Stappenbeck). Insgesamt zwölf Jahre waren sie und Markus (Oliver Wnuk) miteinander verheiratet.

Was waren die Gründe für ihre Trennung? Nichts Spezielles, wie es scheint. Offenbar kam dem Paar einfach "die Liebe abhanden wie anderen Leuten ein Stock oder Hut", wie es in Erich Kästners Gedicht "Sachliche Romanze" heißt. Das ist dann aber auch schon die einzige Gemeinsamkeit der von Ralf Husmann geschriebenen ZDF-Komödie "Die Bachmanns", die am Montag zur Primetime zu sehen ist, mit Kästner.

Denn ist der berühmte Literat für seinen feinsinnigen Humor bekannt, sind es bei Husmann eher kernige Sprüche – sein wohl größter Erfolg war die Kult-Comedyserie "Stromberg". Aber auch die Beziehungs- und Scheidungs-Dramedy "Merz gegen Merz" trägt deutlich Husmanns Handschrift, wenn auch subtiler. "Die Bachmanns" (Regie: Miriam Bliese) ist gewissermaßen eine Mischung aus beiden Arbeiten.

"Das Leben nach der Liebe ist die Herausforderung"

Miriam und Markus kümmern sich gemeinsam um ihre Zwillinge Elias (Jonte Blankenberg) und Emma (Medea Leinen) und wirken auf den ersten Blick wie gute Freunde. Es ist eine Vertrautheit, die vielleicht nur Menschen haben, die einmal eine tiefe Liebe verband. Aber bei Ex-Paaren gibt es eben auch jene Dinge aus der Vergangenheit, die schließlich zur Trennung geführt haben. Unterschiedliche Vorstellungen, Vorwürfe, Verletzungen. "Liebe ist einfach", sagt Miriam einmal, wie so oft im Film kommentierend aus dem Off. "Das Leben NACH der Liebe ist die Herausforderung."

Zunächst unterstützt sie Markus' Plan, in das frei gewordene Haus in der Nähe zu ziehen. Allerdings war ihr nicht klar, dass auch seine jüngere Freundin Galina (Natalia Belitski) mitkommen wird. Die hat mit ihrer lockeren Art nicht nur schnell das Herz der Zwillinge erobert, sondern kommt auch bei den Nachbarn gut an – allesamt ziemlich schräge Vögel. Nicht zuletzt Markus' und Galinas Turteleien vor ihrer Nase animieren Miriam dazu, sich auch einen neuen Partner zu suchen. Den schnappt sie sich kurzerhand im Büro – schließlich steht Kollege Nuri (Pit Bukowski) ja schon länger auf sie.

Doch so einfach ist das natürlich nicht mit der Patchworkfamilie. Die Nähe zwischen Miriam und Markus sorgt nicht nur für Unmut bei Galina. Sie verwirrt auch das Ex-Ehepaar, vor allem als es feststellt, wie gut es in Krisensituationen noch immer zusammen funktioniert. Plötzlich kommen Markus Gedanken wie dieser: "Und dann denkst du, deine Ehe ist wie die DDR. Beide gibt's nicht mehr, aus guten Gründen. Aber es war ja damals nicht alles schlecht." Was bedeutet das? Eine zweite Chance für Miriam und Markus?

Husmanns Sprüchefeuerwerk hasst man oder liebt man

"Der Film ist für mich im besten Sinne wie eine französische Komödie über die Dinge des Lebens", erklärt Autor Ralf Husmann. "Darf ich noch in dein Handy gucken? Kann ich noch in deine Seele sehen? Die kleinen Fragen und die großen." Das ZDF wiederum fasst die "Die Bachmanns" so zusammen: "Charmante Familienkomödie trifft realistische Romantic Comedy."

So einige Zuschauerinnen und Zuschauer werden vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, eingefleischte Husmann-Verehrer dagegen werden jubeln angesichts des 90-minütigen Kalenderspruch-Feuerwerks ("Liebe ist wie Alkohol: Du kannst erst richtig mitreden, wenn du mal so richtig besoffen warst"), in dem annähernd natürliche Dialoge kaum Platz finden.

Apropos jubeln: Die nächste ZDF-Komödie aus Husmanns Feder steht bereits in den Startlöchern. Wann genau "Eine Million" mit Silke Bodenbender, Christian Erdmann und Jörg Schüttauf ausgestrahlt wird, steht allerdings noch nicht fest. Für den 4. Dezember aber sollten sich Fans vom "Papa" schon einmal eine Erinnerung setzen, denn dann kommt, elf Jahre nach dem ersten Kinoausflug, "Stromberg – Der neue Film" ins Kino. Natürlich mit Christoph Maria Herbst, Bjarne Mädel, Oliver Wnuk und vielen weiteren Stars der Kultserie.

"Die Bachmanns" steht bereits ab Samstag, 19. April, in der ZDF Mediathek zum Abruf bereit.

"Die Bachmanns" – Mo. 28.04. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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