Die Käserei in der Vehfreude
07.03.2026 • 13:55 - 15:45 Uhr
Spielfilm, Heimatfilm
Lesermeinung
Zärtlicher Kuss: Annemarie Düringer als Änneli, Franz Matter als Felix
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Der Horcher an der Wand (l-r): Heinrich Gretler als Amman, Franz Matter als Felix, Hedda Koppé als Mutter
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Am Wirtshaustisch wir die Zukunft geplant: Heinrich Getler als Amman, Ruedi Walter als Peterli, Max Haufler als Eglihannes
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Die Kuh soll verhext sein: Margrit Rainer als Eisi, Max Haufler als Eglihannes, Ruedi Walter als Peterli
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Originaltitel
Die Käserei in Der Vehfreude
Produktionsland
CH
Produktionsdatum
1958
Altersfreigabe
6+
Spielfilm, Heimatfilm

Die Käserei in der Vehfreude

Vehfreude heisst ein eher verschlafenes Dorf im Emmental. Es hat die Konjunktur verpasst, denn in den Nachbarorten hat man Käsereien errichtet und verdient damit grosses Geld. Da reift auch bei den Männern in der Vehfreude ein Entschluss: Statt eines dringend benötigten neuen Schulhauses baut man lieber eine Käserei und setzt alles auf eine Karte. Auf Teufel komm raus liefern die Bauern ihre Milch an, auch verdünnte und solche von kranken Kühen. Die Frauen sind frustriert, weil sie fortan ohne Nidel auskommen müssen. Ehrbare Angebote von Käsehändlern werden ausgeschlagen, damit man mit dem Käsefürst (Willy Fueter) von Langnau ins Geschäft kommen kann. Doch als dieser schliesslich den Käse prüft, findet er ihn von zweifelhafter Qualität und lässt die geldgierigen Verkäufer abblitzen. Die Lehre ist hart, aber wirksam. Langsam kommt man im Dorf wieder zu vernünftigen An- und Einsichten. Und sogar die zarte Liebesgeschichte zwischen Felix (Franz Matter), dem Sohn des Gemeindeammanns (Heinrich Gretler), und dem Verdingkind Änneli (Annemarie Düringer) nimmt ein gutes Ende. Im Breitwandformat und in Schwarz-Weiss verfilmte Franz Schnyder 1958 mit seiner eigenen Produktionsfirma Jeremias Gotthelfs Erzählung "Die Käserei in der Vehfreude". Der Film kostete die damals enorme Summe von einer Million Franken. Gedreht wurde in einer riesigen Halle in Burgdorf und in der Umgebung des Städtchens. Urchig ist die Romanvorlage des Pfarrers von Lützelfüh, unzimperlich die Manier, in der Schnyder sie umgestaltete. Da gibt es derbe Zugriffigkeit bei Männern und Frauen, wilde Wirtshausraufereien und sogar ein rasantes Wagenrennen mit knallenden Peitschen. Die Darstellerinnen und Darsteller sind ebenso populär wie profiliert. Margrit Rainer und Ruedi Walter spielen mit, Emil Hegetschweiler, Heinrich Gretler, Max Haufler und Margrit Winter. Die Hauptrolle des Änneli besetzte Schnyder damals mit der jungen Annemarie Düringer (1925 - 2014), die in Deutschland und Österreich bereits Filmkarriere gemacht hatte, in der Schweiz aber kaum bekannt war. Die Kammerschauspielerin und Doyenne des Wiener Burgtheaters kehrte vor einigen Jahren für den Spielfilm "Die Herbstzeitlosen" in die Schweiz zurück, wo sie an der Seite von Stephanie Glaser eine der Hauptrollen übernahm.

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