Die scharfen Klingen der Auvergne
23.07.2026 • 12:15 - 13:10 Uhr
Kultur, Kunst + Kultur
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Die scharfen Klingen der Auvergne
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2012
Altersfreigabe
6+
Kultur, Kunst + Kultur

Die scharfen Klingen der Auvergne

Einst gehörte es in die Hosentasche jedes Mannes, in Frankreich wie anderswo, handgefertigt und unverwüstlich, ein markanter und eigenwilliger Alltagsgegenstand: Das Taschenmesser. Das legendäre und unverkennbare Laguiole-Messer hat hier in Zentralfrankreich seine Wurzeln - und seine Meister. "Die Jungen im Alter meiner Kinder, die pfeifen auf Messer und Messermacher, die haben kein Messer in ihrer Tasche, die haben ihre I-phones, und solche Dinge - das ist ein anderes Leben. Ich erinnere mich noch: als wir früher im Stadion waren, um ein Spiel zu sehen, da hatten wir unser Laguiole und Proviant dabei und haben in der Halbzeit unsere Wurst gegessen. Das kann man heute nicht mehr machen" sagt Charles Couttier, eine Berühmtheit unter den Messermachern der Auvergne. Das Traditionshandwerk von Thiers bewegt sich ‚auf Messers Schneide' - verlassen sind die schiefen Gassen mit ihren einst üppigen Schaufensterauslagen, viele ehemals florierende Traditionsbetriebe stehen still. Und doch kämpft eine Handvoll großer Meister um die Zukunft des Taschenmessers - in der Stadt Thiers und auch in Laguiole. Der 43-jährige Cyrill Ganivet ist ein Quereinsteiger in der Branche - noch vor Jahren war er ein hochbezahlter Manager, bis er seinen Job an den Nagel hängte, einen maroden Messerbetrieb übernahm und zu neuer Blüte führte. Längst sind die hochwertigen Messer nicht nur als Alltagsgegenstand sondern auch unter extravaganten Sammlern und Fans wieder in Mode gekommen. Messer, die manchmal in wochenlanger Arbeit handgefertigt werden, mit Klingen aus Damaszenerstahl, kunstvollen Griffen und Gravuren. Jahrelang tobte schwelte ein heimlicher Konflikt zwischen den Messermachern in Laguiole und Thiers um den Ursprung des berühmten Messers - doch inzwischen eint beide Städte ein neuer Feind: das Billigimitat aus Asien.

Das beste aus dem magazin

"Gute Nacht, Gehirn" von Prof. Dr. Volker Busch
Lesetipps

Für Sie gelesen: "Gute Nacht, Gehirn" von Prof. Dr. Volker Busch

Volker Busch erklärt in seinem Buch, wie die abendliche Pflege des Gehirns für Klarheit und Zuversicht sorgt. Mit leicht verständlichen Anregungen zeigt er, wie sich kreisende Gedanken vermeiden lassen und man mit einem guten Gefühl in den nächsten Morgen startet.
Kirsten Nehberg trägt ein blaues Shirt und guckt ernst.
HALLO!

Kirsten Nehberg: "Glaub an das Unmögliche"

Kirsten Nehberg schildert in ihrem neuen Buch die Abenteuer und Herausforderungen, die sie als Tochter des bekannten Survival-Experten Rüdiger Nehberg erlebte. Von ABBA-Besuchen bis hin zu monatelangen Reisen: Ein Leben am Rande der Norm.
Professorin Dagny Holle-Lee ist Leiterin des Westdeutschen Kopfschmerz- und Schwindelzentrums Essen sowie Oberärztin der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen.
Gesundheit

Migräne-Therapie auch im Alter möglich

Auch im Alter können Migränetherapien wie CGRP-Antikörper und Triptane wirksam eingesetzt werden. Entscheidend ist der individuelle Gesundheitszustand, nicht das Alter.
Ein Mann fährt mit einem Fahrrad an E-Bikes vorbei.
Gesundheit

E-Bike oder Fahrrad: Was ist wirklich besser für Rücken, Knie und Gelenke?

Wer Knie oder Rücken schonen will, muss beim Radeln genau hinsehen. Ein E-Bike kann helfen, birgt aber auch eigene Risiken.
Getty Images/bernsmann
Reise

Die Lieblingsorte unserer Leser

Leser verraten ihre bevorzugten Urlaubsziele. Von der zauberhaften Nordseeinsel Juist über den romantischen Strand von Warnemünde bis hin zur exotischen Schönheit Balis.
privat
Reise

Noch mehr Lieblingsorte unserer Leser

Leser berichten von ihren Lieblingsurlaubszielen: Von der idyllischen Insel Texel bis zum Dolce Vita am Gardasee, hier sind Reiseziele, die inspirieren und entspannen.