Der Tod eines Bankers stellt Tjark Wolf (Hendrik Duryn) und Femke Folkmer (Pia Barucki) im dritten "Dünentod"-Krimi vor ein Rätsel: Die Leiche befand sich an Bord eines Schiffes, auf dem sonst nur eine schwer verletzte Frau (Alina Levshin) war.
Ein mysteriöses Geisterschiff auf der Nordsee beschäftigt das Ermittler-Duo Tjark Wolf (Hendrik Duryn) und Femke Folkmer (Pia Barucki) in "Tod auf dem Meer" (Regie: Dominic Müller, Buch: Kai-Uwe Hasenheit), dem nun wiederholten dritten Teil der RTL-Thrillerreihe "Dünentod – Ein Nordsee-Krimi" aus dem Jahr 2024. An Bord der gecharterten Yacht befanden sich eine schwer verletzte Frau (Alina Levshin) und die Leiche eines Mannes. "Offenbar ist der Streit hier in der Kombüse eskaliert", analysiert Femke den grauenvollen blutigen Anblick: "Der Mann hat zum Messer gegriffen, die Frau ist in die Bugkabine geflohen, wollte sich hier einschließen, der Angreifer hat die Tür eingetreten und die Frau mit dem Messer verletzt." Von der Tatwaffe aber fehlt jede Spur. Vermutlich, so heißt es, habe die Frau das Messer über Bord geworfen.
Tjark, der wie immer einer Eingebung zu folgen scheint, besucht die schwer verletzte Frau im Krankenhaus. Sie sei nicht ansprechbar, heißt es. Doch der Kommissar lässt sich nicht abwimmeln. Noch während er mit der Ärztin (Arijana Antunovic) diskutiert, macht er eine seltsame Entdeckung: Ein falscher Arzt (Daniel Noël Fleischmann) und ein falscher Klemptner (Marvin Münstermann) wollen sich Zugang zum Zimmer der Patientin verschaffen.
Tjark fackelt nicht lange: Er verfolgt die Männer und gabelt wenig später die trotz ihrer Stichverletzung geflohene Patientin auf der Straße vor dem Krankenhaus auf. Mangels Alternativen bringt er sie ins Haus von Femke. Die Kollegin ist alles andere als begeistert; "Du schaffst es einfach immer wieder, mich in deine Scheiße reinzuziehen", schimpft sie. Sie soll Recht behalten, denn Aisa, wie die junge Frau heißt, ist nicht ganz so unschuldig und hilflos wie gedacht. Es dauert nicht lange, da bringt sie selbst den gestandenen Kommissar Tjark in ernste Gefahr.
Femke und Ceylan (Yasemin Cetinkaya) konzentrieren sich derweil auf die Identität des toten Mannes: Niklas Rauschenberger (Maik Mangelsdorff) hat als Vorarbeiter Kundengelder in umweltfreundliche Energie investiert. Ging bei den Investitionen womöglich etwas schief?
"Tod auf dem Meer" ist ein komplexer Film mit vielen losen Enden: Zwischen dubiosen Umweltschutzprojekten, tschetschenischen Rebellen und einem Bordell in Wilhelmshaven entspinnt sich ein Fall, der die volle Aufmerksamkeit des Publikums fordert. Krimi-typische Befragungen sucht man in diesem dritten Film wie in den vorangegangenen beiden Fällen "Das Grab am Strand" und "Tödliche Falle" (beide 2023) abermals vergeblich.
Laut Hauptdarsteller Hendrik Duryn steigert das die Authentizität der Filme, wie er bereits 2023 im Interview zum ersten "Dünentod"-Film mit der Nachrichtenagentur teleschau erklärte: "Die faszinierendste Eigenschaft eines Ermittlers ist, dass du nicht merkst, dass er ermittelt", sagte er. Auch handle es sich, trotz des leicht irreführenden Reihen-Untertitels, bei "Dünentod" um einen Thriller und nicht um einen Krimi: "Das war von vorneherein das Bestreben der Produktionsfirma." Viel wichtiger als die Ermittler-Frage "Wo waren Sie?" sei die Frage, was mit den Menschen in dem Milieu passiert.
"Tod auf dem Meer" basiert auf dem Roman "Dünenkiller", dem dritten "Dünen"-Roman des Autors Sven Koch. Insgesamt wurden bereits sieben der neun Bücher von RTL verfilmt. Die Anfang 2026 gezeigten Krimis Nummer acht und neun basierten hingegen lediglich "auf den Figuren der 'Dünentod'-Bücher". Gleiches gilt auch für die Filme zehn und elf, die Anfang des Jahres gedreht wurden. Darin ermittelt Tjark Wolf wie schon in den letzten beiden Filmen wieder an der Seite von Hauptkommissarin Friedericke Olsen (Isabel Thierauch). Hauptdarsteller Hendrik Duryn war auch an der Drehbuchentwicklung beteiligt. Insgesamt erreichte die "Dünentod"-Reihe bislang zwischen 2,59 und 3,53 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer pro Folge.
Dünentod – Ein Nordsee-Krimi – Di. 30.06. – RTL: 20.15 Uhr