Ein Bohr-Gigant für die Energiewende
26.12.2025 • 05:30 - 06:00 Uhr
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Günther Liebetruth und Beate Ansorge-Liebetruth – Anwohner.
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Das erste Teil des Tunnelbohrers in der Startbaugrube.
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Ein Teil des Tunnelbohrers beim Abladen vom Schiff in der Werft in Wewelsfleth.
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Mathias Seibitz an der Startbaugrube für den neuen Elbtunnel „ElbX“ - Projektleiter Tennet.
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Originaltitel
Ein Bohr-Gigant für die Energiewende - Der Weg zu einem neuen Elbtunnel
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
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Ein Bohr-Gigant für die Energiewende

Er ist 190 Meter lang, wiegt 730 Tonnen und soll einen neuen Elbtunnel bohren für das wohl größte Prestigeprojekt der Energiewende: der Tunnelbohr-Gigant. Er soll einen 5,2 Kilometer langen Tunnel unter der Elbe bohren, durch den grüner Windstrom von Schleswig-Holstein nach Bayern und Baden-Württemberg gebracht werden soll. SuedLink heißt die neue 525-kV-Strom-Autobahn, die vom Jahr 2028 an vier Gigawatt vom Norden in den Süden Deutschlands transportieren soll. Aber erstmal muss der Tunnelbohr-Gigant in der schleswig-holsteinischen Wilstermarsch bei Wewelsfleth ankommen und zusammengebaut werden. Eine große Herausforderung für Projektleiter Mathias Seibitz vom Auftraggeber, dem Netzbetreiber TenneT, und seinem Kollegen Christoph Hennings, Tunnelbauleiter bei den ausführenden Baufirmen. Gemeinsam müssen sie dafür sorgen, dass das größte, teuerste und schwierigste Einzelprojekt der Energiewende, der neue Elbtunnel ElbX gebaut wird. Der erste große Schritt: der Zusammenbau des Tunnelbohrers und der sogenannte Einhub in die Startbaugrube. Die Herausforderung: Der Gigant kommt in Einzelteilen mit dem Schiff zur Werft in Wewelsfleth und muss dann mit mehreren Schwerlasttransportern nach Großwisch gebracht werden, ein Dorf hinterm Elbdeich. Dort werden die Einzelteile in die enge, etwa 20 Meter tiefe Baugrube gehievt und zusammengebaut. Das alles unter Zeitdruck, denn jeder Tag Verzögerung kostet Geld. Und dann sind da ja auch noch die Anwohner wie Günther Liebetruth und seine Frau Beate Ansorge-Liebetruth, die direkt an der Baustelle wohnen und sich Sorgen machen, dass sie ihr altes Reetdachhaus verlassen müssen. Eineinhalb Jahre soll das Spezial-Bohrgerät für den Bau des 5,2 Kilometer langen Tunnels unter der Elbe brauchen, die fast doppelt so lang ist wie die vierte A7-Röhre - vor fast 30 Jahren der bislang letzte Elbtunnel-Neubau. Gesamtkosten für das Prestigeprojekt: zehn Milliarden Euro.

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