Ein Tag in der DDR: Die Flucht mit der Raupe
28.04.2026 • 14:15 - 15:00 Uhr
Info, Zeitgeschichte
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"Auf und davon":  Wolfgang Hilgert (Andruscha Hilscher, l.), Jürgen Zorn (Michael Sosna, M.), Hans Joachim Zorn (Florian Donath, r.) wollen die innerdeutsche Grenze mit einer Planierraupe aus dem Fuhrpark der grenznahen Sandwerke durchbrechen. Ein lauter,
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"Freiheit!": Auf die drei Fluchthelden wartet eine schillernde, neue Welt. Wolfgang Hilgert (Andruscha Hilscher, l.) und die Zorn-Brüder (Florian Donath (M.) und Michael Sosna, r.) bekommen eine Wohnung und Arbeit. Sie genießen die Freiheit, das Leben, de
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"Fluchtgedanken": Wolfgang Hilgert (Andruscha Hilscher) arbeitet als LKW-Fahrer in einem Sand- und Tonwerk bei Weferlingen (Sachsen-Anhalt) innerhalb des Grenzsperrgebiets. Hilgert will die Staatsgrenze mit einer Planierraupe durchbrechen. Diese Fluchtide
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"Auf und davon":  Wolfgang Hilgert (Andruscha Hilscher, l.), Jürgen Zorn (Michael Sosna, M.), Hans Joachim Zorn (Florian Donath, r.) wollen die innerdeutsche Grenze mit einer Planierraupe aus dem Fuhrpark der grenznahen Sandwerke durchbrechen. Ein lauter,
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Originaltitel
Ein Tag in der DDR
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2023
Info, Zeitgeschichte

Ein Tag in der DDR: Die Flucht mit der Raupe

Der Film handelt von der unglaublichen und gefährlichen Flucht dreier Freunde mit einer Raupe über die innerdeutsche Grenze. Die Dokumentation nimmt Bezug auf eine Grundtatsache des Lebens in der DDR: das Bewusstsein, eingeschlossen zu sein. Die innerdeutschen Sperranlagen waren in der Wahrnehmung der Menschen stets präsent. Die einen arrangierten sich damit oder wollten die Gedanken daran verdrängen, andere suchten nach Wegen, auszureisen oder die Grenze zu überwinden. Genau das wollte der Staat mithilfe eines gigantischen Grenzregimes verhindern, ließ den "Eisernen Vorhang" mit großem Aufwand sichern. Bis zu 40.000 Mann dienten in den DDR-Grenztruppen. Geschätzt starben rund 1000 Menschen bei dem Versuch, die DDR illegal zu verlassen. Drei Wagemutige aus einem kleinen Dorf bei Magdeburg riskierten es trotzdem: Wolfgang Hilgert und die Brüder Hans-Joachim und Jürgen Zorn lebten eigentlich ganz zufrieden in der DDR. Die drei Tüftler hatten ein lukratives Hobby. Durch das Schrauben und Schweißen an Autos konnten sie Tauschgeschäfte betreiben, kamen so an heiß begehrte Luxusartikel. Trotzdem wuchs der Frust über den Sozialismus, und das Westfernsehen verhieß mit verlockenden Bildern ein Eldorado jenseits der Grenze. Die drei hatten die Nase voll von Mangelwirtschaft, Bevormundung und Restriktionen. Aus einer Bierlaune heraus planten die jungen Männer schließlich die lebensgefährliche Flucht über den Todeszaun. Mit einem äußerst ungewöhnlichen Fluchtfahrzeug: einer klapprigen und schwerfälligen Planierraupe. Die Männer riskierten alles, um im Westen ein freies Leben zu führen. Der Coup mit der Raupe glückte. Ihre Familien jedoch blieben in der DDR zurück, litten unter den Schikanen der Stasi. War es das wert? Sieben Jahre später fiel die Mauer.

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