Die Arbeitswelt steht vor großen Umbrüchen. Ein 3sat-Themenabend zeigt, wo der Schuh drückt – und präsentiert mögliche Lösungen.
Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel – und das nicht erst, seit die Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 zahlreiche Büroarbeiter ins Homeoffice zwang. Seien es die Klimakrise, Künstliche Intelligenz, demografische Veränderungen oder immer lauter werdende Forderungen nach neuen Arbeitsmodellen: So wie es ist, kann und wird es nicht bleiben. 3sat widmet der Frage, wie wir in Zukunft arbeiten werden, einen ganzen Themenabend.
Einer der wohl größten Herausforderungen für den derzeitigen Arbeitsmarkt nimmt sich Heidelinde Neuburger-Dumancic in ihrer Dokumentation "Eine Gesellschaft ohne Arbeiter" an: Der Nachwuchs fehlt, Fachkräfte sind Mangelware. Arbeiterlosigkeit zieht sich durch zahlreiche Branchen.
Die Annahme, Roboter seien die Lösung für Personalmangel, sei jedoch falsch: "Durch Künstliche Intelligenz passiert jetzt ein weiterer Automatisierungsschub. Und dafür brauchen wir dringend Fachkräfte", sagt Sabine Köszegi von der Technischen Universität Wien im Film. Das Problem sei schon seit geraumer Zeit bekannt, erklärt die Professorin für Arbeitswissenschaft, "auch in Europa".
Ebenfalls Handlungsbedarf besteht im Bereich der Arbeitsgestaltung. Die 40-Stunden-Woche hat ausgedient, das macht auch der Film "Arbeit ohne Nebenwirkungen – sinnvoll, nachhaltig, auf Augenhöhe" (direkt im Anschluss, 21.05 Uhr) klar. Vielerorts fordern Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Flexibilität, kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne. Die Dokumentation von Franziska Mayr-Keber will "Antworten und Perspektiven für Unternehmen sowie für Arbeitnehmende" präsentieren.
Eine Gesellschaft ohne Arbeiter – Mi. 08.11. – 3sat: 20.15 Uhr