Eingeschneit und festgefroren
17.01.2026 • 13:15 - 14:00 Uhr
Info, Zeitgeschichte
Lesermeinung
Johannes Möller-Titel ließ sich vom Schneewinter 1978/79 nicht unterkriegen und rettete die Kühe von Strahlendorf in Mecklenburg.
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Der Meteorologe Thomas Sävert erinnert sich gemeinsam mit seiner Mutter an die Schneemassen im Winter 1978/79.
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Eingeschneit auf der Autobahn. Zum Jahreswechsel 1978/79 macht Fotograf Kai Greiser seine legendären Luftbilder.
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Wenn Häuser zu Inseln im Schnee werden. Winter 1978/70.
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Originaltitel
Eingeschneit und festgefroren - Als der Norden im Schnee versank
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2019
Info, Zeitgeschichte

Eingeschneit und festgefroren

Zum Jahreswechsel 1978/79 erlebt Norddeutschland ein winterliches Drama von bislang unbekanntem Ausmaß. Menschen sterben, weil sie mit ihren Autos im Schnee stecken geblieben sind. Helfer werden von Panzern überrollt, die zur Schneeräumung eingesetzt werden. Vieh verendet in den Ställen, weil kein Wasser und kein Futter mehr da sind. Hunderte Dörfer bleiben für Tage komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Das Leben der Norddeutschen wird über Nacht lahmgelegt. Kühlschränke, elektrisches Licht, Elektroherde, Heizungen: Nichts funktioniert mehr. Die Bundeswehr und die Nationale Volksarmee der DDR müssen ausrücken, um die Notversorgung sicherzustellen. Bis heute ist dieses Ereignis im kollektiven Gedächtnis der Norddeutschen lebendig geblieben. Vier Jahrzehnte nach dem Wetter-Chaos rücken der NDR und Radio Bremen die Winter-Katastrophe noch einmal in den Mittelpunkt. Was war passiert? Norddeutschland erlebte am 28. Dezember 1978 einen Temperatursturz um bis zu 30 Grad. Eine Warm-Kalt-Front schob sich von Norden nach Süden, von Westen nach Osten - mit katastrophalen Auswirkungen: 17 Todesopfer und Schäden in Höhe von 140 Millionen Mark in der Bundesrepublik. In der DDR gab es keine offiziellen Zahlen über entstandene Schäden, aber mindestens fünf Menschen starben auch hier. Die Wirtschaft hatte danach Jahrzehnte mit den Folgen des Winters 1978/79 zu kämpfen. Doch nicht nur die großen und kleinen Katastrophen sind lebhaft in Erinnerung geblieben, sondern auch die unermessliche Hilfsbereitschaft und Solidarität in der Bevölkerung. Wer durch Eis und Schnee in Not geriet, bekam Hilfe von seinen Mitmenschen: ein Obdach, Lebensmittel, warme Kleidung, Decken. Die dramatischen Bilder aus den späten 1970er-Jahren werden mit persönlichen Geschichten und Aufnahmen von Hobbyfilmern verstärkt. Die Filmemacher treffen auch die Menschen wieder, die zumindest vielen Älteren vom Bildschirm aus dieser Zeit vertraut sind. Aber auch jene, deren persönliches Drama eine Randnotiz in der Lokalpresse war oder die nur mit Erfindungsreichtum eine Katastrophe abwenden konnten. Die Autoren gehen auch der Frage nach, wie der Schneewinter das Leben der Betroffenen geprägt und verändert hat.

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