Element of Crime
11.03.2026 • 22:00 - 23:25 Uhr
Kultur, Film + Theater
Lesermeinung
Element of Crime in der Zitadelle Spandau.
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Element of Crime im Admiralspalast.
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Jakob Ilja.
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Charly Hübner und Jakob Ilja (re) zwischen zwei Auftritten.
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Originaltitel
Element of Crime - Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Kultur, Film + Theater

Element of Crime

Dieser Film erzählt die Geschichte und Gegenwart einer ganz besonderen deutschen Band, die Geschichte von Element of Crime. Es geht um Musik, Freundschaft, eine Haltung zur Welt und um das Geheimnis, wie man über 40 Jahre zusammen Musik macht. Element of Crime wurde 1985 gegründet und ist seitdem aus der deutschen Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken. Vielen gilt sie als die bekannteste unbekannte oder die unbekannteste bekannte Band des deutschen Sprachraums. Element of Crime begannen vor fast 40 Jahren mit Auftritten in kleinen Clubs, sie hatten nie Radiohits, keine Top-Ten-Singles oder Ähnliches, und entwickelten sich dennoch zu einer festen Größe in der deutschen Rockmusik. Im Laufe der Jahre wurden sie immer größer, erreichten mit jedem Album mehr, bis hin zu Goldenen Schallplatten, sicheren Platzierungen in den Top Ten der Charts, rauschenden Tourneen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Anfangs sangen sie auf Englisch, Ende der 80er Jahre dann auf Deutsch, und da ist etwas in diesen Liedern, das von Anfang an die Menschen auf eigenartige Weise berührte: eine Sehnsucht, eine Romantik, aber auch eine Kaputtheit, eine Lässigkeit, die man sonst nirgendwo findet. Untrennbar mit Berlin verbunden, machen sie den Sound dieser einzigartigen Stadt hörbar, erzählen vom Leben und Sterben, vom Scheitern und Lieben, Trauern und Durchbeißen in einer Umgebung, die niemanden einfach davonkommen und niemanden unberührt lässt. Ihre Musik ist so vielfältig und bunt, so liebevoll aber auch mitunter so hart und kalt wie das Leben in Berlin selbst, und trotzdem sind sie kein Regionalphänomen. Im Gegenteil, sie sind in Wien oder Köln, in Dresden oder Stuttgart oder München und Hamburg populär, weil sie von Berlin auf eine Weise erzählen, die jeder verstehen und die jeden Menschen berühren kann. Was sind das für Leute? Was treibt sie an? Was wollen sie? Wie sieht es bei ihnen hinter den Kulissen aus? Wie wurden sie das, was sie sind? Charly Hübner geht diesen Fragen nach. Er folgt der Band auf einer Tournee durch Berlin. Fingen sie Mitte der 80er Jahre damit an, durch kleinste Clubs zu touren und bei einem Zuschauerschnitt von achtzig Gästen pro Konzert fast zu verhungern, füllen sie heute Zwei-, Drei-, Viertausender-Hallen mit der gleichen Coolness und Unaufgeregtheit. Ohne Videoleinwände, Visuals, Pyros, Ringelpiez oder Klatschanimation. Sie gehen raus, spielen ihre Lieder und es schlägt ihnen eine ungeheure Liebe entgegen, die jeden anderen vielleicht umhauen würde, diese Band aber nicht. Es scheint, als habe diese Band ein Geheimnis. Eines, wie man es von anderen großen Bands und Solokünstlern auch kennt; man kann es nicht lüften, man kann es nicht benennen, wohl aber umkreisen und beobachten, wie es sich Gehör verschafft. Nichts kann, wenn man den Rock'n'Roll liebt, aufregender und interessanter sein, als bei einer solchen Band hinter die Kulissen zu gucken, sie in ihrem natürlichen Backstage-, Bandbus-, und Bühnenhabitat zu beobachten. Und das hat Charly Hübner getan. Er zeigt Element of Crime als von Humor und Romantik gestreifte, kauzige Männer, die von Liebe singen, von Spargelköniginnen, von altem und neuem Schrott, der rettenden Kavallerie und der Blaumeise Yvonne.

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