Faszination Erde - mit Hannah Emde
25.04.2026 • 14:50 - 15:35 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Lesermeinung
Das NILUS –Projekt versucht Wasser als künstliche Gletscher in den Bergen zu speichern und so die Trinkwasserversorgung der Andenbevölkerung im Sommer zu verbessern.
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Hannah Emde an der Baustelle des größten optischen Teleskops der Welt, dem Extremely Large Telescope (ELT). Es steht mitten in der Atacama Wüste.
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Warum gibt es immer weniger Magellan-Pinguine auf St. Magdalena? Hannah Emde begleitet eine Forscherin auf die Pinguin-Insel vor der Küste Chiles, um das Rätsel zu lösen.
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Hannah Emde auf der Suche nach Kondoren in den Anden. Das längste Gebirge der Welt, mit seinen hohen Steilwänden ist der perfekte Lebensraum für den Meister der Thermik.
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Originaltitel
Faszination Erde
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Faszination Erde - mit Hannah Emde

In Chile fahnden Forschende nach Leben - im Kosmos. Dabei gleicht Chile selbst einem fernen Planeten. Hannah Emde begibt sich auf eine spannende Spurensuche in fremde Welten. Glühende Wüste, eisige Höhen, wilde Strömungen. In jeder Region verbergen sich einzigartige Überlebenskünstler. Die Natur offenbart hier ihre erstaunliche Vielfalt. In Chile zeigt sich, wie das Leben das ganze Universum erobert haben könnte. Hannah Emde startet ihre Expedition in der Atacamawüste - einer Landschaft, in der man zunächst kein Leben vermuten würde. In manchen Regionen dieser marsähnlichen Welt hat es seit 23 Millionen Jahren nicht geregnet. Und doch existiert Leben: Kakteen haben eine Strategie entwickelt, die Feuchtigkeit des Camanchaca-Nebels an ihren Dornen einzufangen und damit ein verborgenes Netz zu nähren. Insekten, kleine Vögel und Lamas folgen diesen Lebensspuren. Am anderen Ende der Wüste haben Flamingos einen Mechanismus entwickelt, mit dem sie das Wasser der Salzseen verarbeiten können. Für die meisten Tiere wäre es tödlich, doch durch besondere Salzdrüsen am Schnabel können sie das überschüssige Salz wieder ausscheiden. Diese besondere Anpassung sichert ihnen das Überleben am Rande der Wüste. Im Osten wird Chile durch die gewaltige Bergkette der Anden begrenzt: Rund 200 aktive Vulkane und extreme Höhen machen sie zu einem gefährlichen Lebensraum aus Steilwänden, Feuer und Eis. Doch ein Tier ist perfekt angepasst: der Kondor. Als Meister der Thermik nutzt er die steilen Hänge für seine Nahrungssuche. Für andere Tiere erfüllt er wichtige Funktionen. Als Aasfresser verhindert er die Ausbreitung von Krankheiten. Er lebte über Jahrtausende in perfekter Koexistenz mit dem Puma, dessen Beutereste er verwertet. Heute bedroht die Viehzucht beide Arten. Hannah Emde begleitet Schutzprojekte vor den Toren des Nationalparks Torres del Paine, die neue Wege gehen und ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Tier ermöglichen wollen. Entlang der Küste Chiles verläuft der Humboldtstrom - einer der artenreichsten Ströme der Erde. Sein kaltes Wasser aus der Antarktis sorgt für einzigartigen Nahrungsreichtum. Hannah Emde reist mit einer Pinguin-Forscherin auf die Insel St. Magdalena und versucht mit ihr das Rätsel um den Rückgang der Magellan-Pinguine zu lösen. Der Humboldtstrom zieht auch die großen Meeressäuger wie Blauwale an. Sie sind Teil des globalen Netzwerks der Ozeane. Die intelligenten Tiere kommunizieren in einer Sprache, die wir Menschen gerade erst beginnen zu verstehen. Hannah Emde begleitet ein Schutzprojekt für eine seltene chilenische Walart: den Burmeister-Schweinswal. Seine Anpassung: er kommuniziert in einer sehr hohen Frequenz, die seine Fressfeinde, wie Orcas nicht wahrnehmen können. Er ist klein, scheu und nahezu unerforscht. Um ihn vor Fischernetzen zu bewahren, testen Forscher akustische Warnsignale. Am Ende der Reise steht ein ganz besonderes Wissenschaftsprojekt: Das Extremely Large Telescope (ELT). Mit seiner Hilfe wollen Forschende aus aller Welt die großen Rätsel des Universums lösen - auch die Frage: Gibt es Leben da draußen? Hannah Emde ist überzeugt: "Wenn man sich klarmacht, unter welch widrigen Bedingungen sich Leben hier auf der Erde entwickeln konnte, bin ich sicher, dass es da draußen noch viel mehr gibt."

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