Gewalt in der Geburtshilfe - Wenn die Geburt zum Albtraum wird
19.04.2026 • 19:10 - 19:40 Uhr
Info, Dokumentation
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Michal, Protagonistin im Film.
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Originaltitel
Gewalt in der Geburtshilfe - Wenn die Geburt zum Albtraum wird
Produktionsland
CH
Produktionsdatum
2026
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Gewalt in der Geburtshilfe - Wenn die Geburt zum Albtraum wird

Gebärende sind auf Geburtsschmerzen eingestellt, nicht aber auf abwertende Kommentare, Vernachlässigung oder medizinische Eingriffe ohne Aufklärung und Einwilligung. Ein "NZZ Format" über belastende Geburten und über Strukturen, die Gewalt im Gebärsaal begünstigen. Michal aus Bern und Maren aus Düsseldorf mussten erleben, wie Fachpersonal bei der Geburt ihre Bedürfnisse missachtet, sie respektlos behandelt und sich über ihre Grenzen hinweggesetzt hat. Erfahrungen wie diese prägen Betroffene oft über Jahre - sie belasten nicht nur die Mutter selbst, sondern häufig auch die Bindung zum Kind und die Paarbeziehung. Viele Betroffene suchen die Schuld zunächst bei sich: Über das Erlebte zu sprechen, fällt schwer, auch aus Scham. "Hauptsache, das Kind ist gesund", heißt es dann oft im Umfeld - ein Satz, der die erlebte Gewalt verharmlost. Gewalt in der Geburtshilfe hat auch strukturelle Gründe: Zeitdruck, Personalmangel, starre Hierarchien und eingefahrene Routinen erschweren es dem Fachpersonal, die Geburt empathisch zu begleiten. Hinzu kommen finanzielle Anreize: Ein Kaiserschnitt etwa ist für eine Klinik lukrativer als eine langwierige natürliche Geburt. Maren und Michal sind mit ihrer Erfahrung nicht allein: In Deutschland erlebt fast jede dritte Frau Gewalt bei der Geburt. Eine Schweizer Studie spricht von informellem Zwang: Jede vierte Frau fühlt sich gedrängt, Behandlungen zuzustimmen, oder muss Eingriffe gegen ihren Willen über sich ergehen lassen. "Gewalt in der Geburtshilfe" macht sichtbar, was viele Frauen erleben und warum sich auch strukturell etwas ändern muss: weil es nicht egal ist, wie wir geboren werden.

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