Der Grand Canyon wird über seine gesamte Länge vom Colorado River durchzogen, der sich tief in den Fels eingrub und geologische Schichten von prächtigem Form- und Farbreichtum freilegte. Diese Strukturen sind so gut erhalten, dass sie einen Blick auf eine rund zwei Milliarden Jahre zurückreichende Erdgeschichte ermöglichen. Der Grand Canyon wurde erst spät wissenschaftlich erforscht: 1869 begann John Wesley Powell eine Expedition in das "Große Unbekannte", wie er es nannte. Unter Lebensgefahr erkundete er einen grandiosen Ort voller geologischer Wunder und menschlicher Spuren. Auch die Geologen Karl Karlstrom und Laura Crossey erforschen dieses Naturwunder und waren bereits dutzende Male auf dem Fluss unterwegs. Die Reise ist jedes Mal ein neues Abenteuer, das ohne das Wissen und Können der "River-Runner" nicht realisierbar wäre. Glade ist seit 15 Jahren River-Runner und sorgt auf dieser Expedition nicht nur für eine sichere Navigation und gute Stimmung, sondern teilt auch seine Kenntnisse über den Grand Canyon. Ebenfalls dabei ist Naturforscher Geoff Carpenter. Er hat den Grand Canyon bereits etwa 50-mal durchquert, oft auf den Spuren von Reptilien. Auf ihrer achttägigen Expedition bestimmten Karl und Laura geologische Schichten und blicken auf die geheimnisvolle Geschichte der Landschaft zurück - von der Explosion des Lebens vor rund 500 Millionen Jahren bis zur Eiszeit. Der Grand Canyon - mittlerweile zwar von Talsperren und anderem menschlichen Einfluss geprägt - ist dank der Kraft der Erosion in ständiger Bewegung. Am Beispiel der Stromschnellen wird deutlich, wie die Elemente ihn auch heute noch formen.
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