Immer mehr Firmen preisen ihre Waren als ökologisch und fair an. Dient dies wirklich der Umwelt, oder handelt es sich dabei nur um bloße Augenwischerei?

Für viele Unternehmen wurde gerade in den vergangenen Jahren ökologisches Handeln immer wichtiger. So wechselte ausgerechnet McDonald's ab 2009 zumindest in Europa die Firmenfarbe. Mit einem grünen statt roten Hintergrund im Logo wollte die Fast-Food-Kette unter anderem sehr plakativ darstellen, dass sie fortan nicht mehr für ungesundes Essen stehe. Der Bezug von regionalen Produkten sollte des Weiteren ins Blickfeld gerückt werden. Anfang des Jahrtausends war es außerdem die Regenwaldkampagne einer größeren Brauerei, die gestiegene Aufmerksamkeit erzielte. Mit dem Kauf eines Kastens Bier, so versprach die Werbung, könne der Konsument einen Quadratmeter Regenwald schützen. Tatsächlich stiegen die Umsätze der Brauerei damals um 8,1 Prozent. Doch hat die vermeintliche Öko-Offensive auch dem Regenwald genutzt?

In ihrem Film "Greenwashing: Konsum gegen den Klimawandel?" im Rahmen der 3sat-"Wissen hoch 2"-Reihe geht Dunja Keuper unter anderem der Frage nach, wie ökologisch und fair Firmen ihre Produkte wirklich herstellen. Dient ein vermeintlich grünes Image wirklich der Umwelt, oder ist es bloße Augenwischerei? Beispiele aus den Branchen Textilien, Lebensmittel, Reisen, Logistik und Finanzen zeigen, wie weit Greenwashing, also das bloße Schmücken unter einem grünen Deckmantel, inzwischen verbreitet ist. Da mitunter verbindliche Qualitätssiegel fehlen, leidet die Glaubwürdigkeit. Die Zeche zahlen auch jene Unternehmen, die wirklich ökologisch handeln.

Im Anschluss an die Wissenschaftsdokumentation am Donnerstagabend bei 3sat diskutiert Gert Scobel ein verwandtes Thema. In seiner Gesprächsrunde ab 21 Uhr geht er diesmal der Frage nach, wie ein "Leben mit dem Klimawandel" wohl aussehen mag.

Wissen hoch 2: Greenwashing: Konsum gegen den Klimawandel – Do. 24.09. – 3sat: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH