Humboldt und die Neuentdeckung der Natur
05.05.2019 • 19:30 - 20:15 Uhr
Report, Wissenschaft
Lesermeinung
Der Botaniker Bonpland ist verzaubert von der tropischen Pracht des venezolanischen Dschungels.
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Ende 1799 erreichen Humboldt und Bonpland die Llanos, ein Gebiet im Südwesten Venezuelas. Hier untersuchen die Wissenschaftler die berüchtigten Zitteraale, um hinter das Geheimnis der Elektrizität zu  kommen.
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1799 ist es endlich soweit: Humboldt und Bonpland erreichen nach 41 Tagen auf See Südamerika. Eigentlich hatten sie nach Havanna segeln wollen, aber zahlreiche Krankheitsfälle an Bord zwangen den Kapitän, den ersten erreichbaren Hafen anzusteuern: Cumaná im heutigen Venezuela.
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Nach 41 Tagen auf See begannen Humboldt und Bonpland noch am Strand der Anlegestelle mit ihren Experimenten.
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Das Boot, mit dem Humboldt, Bonpland und die Besatzung auf dem Orinoco unterwegs war, bot nur wenig Platz. Je mehr Pflanzen und Tiere die Wissenschaftler im Verlauf der Reise sammelten, desto gefährlicher wurde das Unternehmen.
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Der tropische Regenwald Südamerikas ist für Humboldt und Bonpland ein einziges riesiges Freiluftlabor. Gemeinsam katalogisieren die beiden Wissenschaftler unzählige Pflanzen. Hunderte werden später nach ihnen benannt.
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Humboldt skizzierte während der Fahrt auf dem Orinoco Pflanzen und Tiere. Viele dieser Zeichnungen nutzte er später als Vorlagen für farbige Illustrationen zu seinen Büchern.
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Die Reise auf dem Orinoco dauerte deutlich länger als Humboldt berechnet hatte. Viel zu früh waren die Vorräte aufgebraucht und die Reisenden versuchten mit Kakaopulver, den Hunger zu vertreiben.
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Schon während seines Studiums in Freiberg war Alexander von Humboldt auch an Erfindungen interessiert, die die Lebens- und Arbeitsumstände von Menschen verbesserten. Als Bergwerksassessor experimentierte beispielsweise mit einem neuen Atemgerät und entwickelt eine Sicherheitslampe, die wenig Sauerstoff verbrauchte.
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In Cumaná erlebten Humboldt und Bonpland ein Erdbeben, das Humboldts Denken veränderte. Zu seiner Zeit galt das Wasser als Element der Bewegung. Dass auch der Erdboden sich unter seinen Füßen rührte, konnte nur bedeuten, dass nicht das Wasser allein für das Aussehen unsere Planeten verantwortlich sein kann.
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Der tropische Regenwald Südamerikas ist für Humboldt und Bonpland ein einziges riesiges Freiluftlabor. Gemeinsam katalogisieren die beiden Wissenschaftler unzählige Pflanzen. Hunderte werden später nach ihnen benannt.
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Humboldt und Bonpland hatten die Gefahren einer Fahrt auf dem Orinoco unterschätzt. Ein "Beinahe-Schiffbruch" kostete den Nichtschwimmer Humboldt fast das Leben.
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Humboldt sammelte auf seinen Reisen alle möglichen Dinge: Steine, Erdproben, Pilze, Pflanzen und Tiere. Er war davon überzeugt, dass alles mit allem zusammenhängt und man zu keiner sinnvollen Erkenntnis kommt, wenn man ein Element allein betrachtet.
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Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2019
Report, Wissenschaft

Zeitreise mit einem Forscher und Abenteurer

Von Andreas Schoettl

Anlässlich des 250. Geburtstages Alexander von Humboldts begibt die ZDF-Reihe "Terra X" sich auf die Spuren des bedeutenden Naturforschers.

Er besiegte die Stromschnellen des Orinoco oder bezwang die höchsten Anden-Gipfel: Alexander von Humboldt (1769 – 1859) ließe sich wegen der zu seiner Zeit sehr waghalsigen Reisen arg vereinfacht als Abenteurer beschreiben. Doch das Werk des Berliners aus adeligem Hause wirkt auch wissenschaftlich bis heute. Erst vor Kurzem rückte sein frühes Verständnis von ökologischen Zusammenhängen in den Fokus der Forschung, wie der Film von Timan Remme eindrucksvoll zeigt.

Anlässlich von Humboldts 250. Geburtstag unternimmt die Historikerin Andrea Wulf eine atemberaubende Reise auf den Spuren des Naturforschers. Zu Lebzeiten übrigens war Alexander von Humboldt neben Napoleon der berühmteste Mensch der Welt. Trotz seines Ruhms, sesshaft werden, wollte er nicht. "Jeder Mann hat die Pflicht, in seinem Leben den Platz zu suchen, von dem aus er seiner Generation am besten dienen kann", schrieb er einmal in einem Brief.

Von Humboldt diente vor allem mit den Ergebnissen seiner Forschungen. Er kam auch gegen erheblichen Widerstand zu der Erkenntnis, dass in der Natur "alles mit allem" zusammenhängt. Und auch der Mensch keine Sonderstellung einnimmt. Dieses Konzept war damals revolutionär und prägt bis heute das moderne Naturverständnis.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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