Ich hab den Weihnachtsmann geküsst
08.12.2024 • 20:25 - 21:55 Uhr
Fernsehfilm, Liebeskomödie
Lesermeinung
Vergrößern
Originaltitel
Ich hab den Weihnachtsmann geküsst
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Fernsehfilm, Liebeskomödie

Blackout an Heiligabend

Von Rupert Sommer

Die Sonntagsabend-Romanze mit Henriette Richter-Röhl ("Sturm der Liebe") ist diesmal saisonal eingefärbt. Allerdings darf man der gefühligen Grundstimmung nicht ganz trauen: Ausgerechnet beim Fest der Feste hängt der Haussegen schief.

Es gibt gar nicht so viele Möglichkeiten, dem alljährlichen Dezemberwahnsinn mit Glühweinschwaden in den Einkaufsstraßen und Dauerberieselung mit "Jingle Bells" zu entkommen. Die gepflegt chaotische Festtags-Filmkomödie "Ich habe den Weihnachtsmann geküsst" ist da vielleicht eine willkommene Fluchtmöglichkeit. Der völlig überdrehte ZDF-"Herzkino"-Film stellt jedenfalls die Klischeevorstellungen zum Festtagsglück auf den Kopf.

Wie in überkandidelten Weihnachtsklamauk-Komödien üblich, gerät das "Fest der Liebe" in dem Stück komplett aus den Fugen. Doch die Spannung, bis zu dem Punkt, an dem gewohnte Abläufe ins Kippen geraten, muss im prominent besetzten Film von Alex Schmidt, der nicht nur Regie führte, sondern auch das Drehbuch schrieb, erst einmal nach und nach gesteigert werden. Allerdings gibt es schon bald Signale, dass es bei diesem Zusammenkommen unter dem Weihnachtsbaum nicht immer mit rechten Dingen zugehen wird.

Zunächst einmal wird dem Publikum Laura (Henriette Richter-Röhl) als dezidierte Weihnachtshasserin vorgestellt. Der Pflichtbesuch bei der Familie ist für sie lästig. Noch zu gut hat sie in Erinnerung, dass sich ihre Eltern – gespielt vom "Wilsberg"-Star Leonard Lansink und Birge Schade ("Mensch, Mama!") – regelmäßig und ungebremst in die Haare geraten. Dumm nur: Lauras kleine Tochter Miri (Lani Kalea Maurischat) liegt an dem Fest. Und so lässt Laura sich einmal mehr zum Besuch überreden. Sie möchte die Angelegenheit so routiniert wie möglich hinter sich bringen – was natürlich gründlich misslingt.

Wie kam es zur wilden Partynacht mit der Oma?

Vor Ort werden Laura von ihrer Schwester Lizzi (Sarah Alles-Shahkarami) gleich mal die jungen Zwillinge angedient – auch Lizzi braucht mal eine Auszeit! Schwacher Trost: Die junge Frau hat für Laura einen norwegischen Kollegen ihres Mannes eingeladen – angeblich als "Weihnachtsgeschenk". Doch Laura möchte sich nicht verkuppeln lassen, ihr geht schon ihr alter Schulfreund Fin (Eugen Bauder) gehörig auf den Wecker.

Während an Heiligabend der Ablauf zwischenfallfrei über die Bühne ruckelt, setzt das irritierte Erwachen am nächsten Morgen ein: Offenbar haben Einbrecher das Heim in der Nacht verwüstet. Und woher kommen plötzlich die lebenden Gänse? Zudem: Oma Sophie, die ohnehin geistig in ihrer eigenen Welt lebt, ist nirgendwo zu finden. Doch schnell stellt sich heraus: Im ganzen Ort sind wüste Dinge geschehen. Laura kann sich partout an nichts erinnern – schon gar nicht daran, dass sie mit Oma Sophie (Marie Anne Fliegel) angeblich eine wilde Bar-Nacht durchfeiert haben soll. Es gibt einiges aufzuklären, bis der Weihnachtsfrieden zurückkehrt.

Privat ist Schauspielerin Henriette Richter-Röhl, die mit dem österreichischen Arzt Walter Unterweger verheiratet ist, übrigens ein großer Fan von kleinen Geheimnissen – auch, um den Familienfrieden zu wahren. "Angefangen bei der Toilettentür, die geschlossen wird", sagte sie zuletzt in einem Interview. "Es gibt kleine Sachen, die man für sich behält, was das Eheleben durchaus spannender machen kann."

Ich hab den Weihnachtsmann geküsst – So. 08.12. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Mathias Liebing mit verschränkten Armen.
HALLO!

Mathias Liebing: „Der Fußball gehört im Osten wieder zur regionalen Kultur“

Mathias Liebing hat nach seiner Biografie über Norbert Nachtweih nun das Buch „Plattgemacht“ über die Entwicklung des Fußballs in Ost-Deutschland nach der Wende geschrieben. Im Gespräch mit prisma gibt er interessante Einblicke in die ostdeutsche Fußballseele.
Eine Grafik zum Weltgesundheitstag.
Gesundheit

Die Gesundheit im Blick

Der Weltgesundheitstag wird jährlich am 7. April gefeiert und erinnert an die Gründung der WHO 1948. Das diesjährige Thema lautet: "Gemeinsam für die Gesundheit. An der Seite der Wissenschaft". Deutschland begeht diesen Tag seit 1954 mit angepassten Schwerpunkten.
Dr. med. Ramtin Knuschke in einem weißen Kittel.
Gesundheit

Bluthochdruck: Was hilft, wenn Tabletten nicht mehr reichen?

Bluthochdruck bleibt oft trotz Medikamenten ein Problem. Die Nierennervenablation kann neuen Halt bieten, indem sie gezielt Nervenfasern in der Nierenarterie verödet.
Alexander Scheer vor einem roten Hintergrund.
HALLO!

Alexander Scheer: "Bowie hatte 35 verschiedene Leben"

Lola-Gewinner Alexander Scheer („Gundermann“, „Sonnenallee“) feiert als David Bowie im Stück „Heroes“ seit März 2025 große Erfolge in Berlin. Nun geht der Schauspieler und Sänger mit der Show, die am Berliner Ensemble regelmäßig ausverkauft ist, auf Tour. Im Interview spricht er über Bowies Musik und dessen Liebe zur Literatur.
Professor Dr. Sven Ostermeier ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin und Chirotherapie. Der Schulter- und Knieexperte arbeitet als leitender Orthopäde der Gelenk Klinik Gundelfingen. Außerdem ist er Instruktor der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie.
Gesundheit

Knie-Arthrose: Nur keinen Schongang einlegen

Knie-Arthrose muss nicht das Ende der Beweglichkeit bedeuten. Mit gezielten Übungen kann der Knorpel gestärkt und Schmerzen gelindert werden. Entdecken Sie einfache Bewegungsformen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
Getty Images
Reise

Mit KI zum perfekten Urlaub 

Künstliche Intelligenz (KI) kann die Reiseplanung vereinfachen. Viele Fluggesellschaften und Anbieter setzen bereits auf sie. Auch KI-basierte Apps erweisen sich als hilfreiche Assistenten.