In Wahrheit
14.03.2025 • 20:15 - 21:45 Uhr
Serie, Krimireihe
Lesermeinung
Das Team für das Saarland: Kommissarsanwärterin Lisa (Jeanne Goursaud), Kommissar Freddy Breyer (Robin Sondermann), Hauptkommissarin Judith Mohn (Christina Hecke) und der Ex-Ermittler Markus Zerner (Rudolf Kowalski).
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Judith (Christina Hecke) und Freddy (Robin Sondermann) vor dem See
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Kathrin Brandmann (Bernadette Heerwagen, li.) hat einen schrecklichen Verdacht, wer ihren Sohn getöten haben könnte. Können die Kommissare Judith Mohn (Christina Hecke, re.) und Freddy Breyer (Robin Sondermann, Mi.) sie zum Reden bewegen?
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Judith (Christina Hecke, li.) konfrontiert die Clique um Number Six (Rafael Gareisen, 2.v.r.): Warum scheint Marlons Tod Nesrin (Devrim Lingnau, 2.v.l.), Nick (Pablo Grant, 3.v.l.), Jenny (Line Keller, 3.v.r.) und Ahmed (Skandar Armini, re.) so egal zu sein?
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2019
Serie, Krimireihe

Das Ghetto von der Saar

Von Wilfried Geldner

Die Leiche des 16-jährigen Marlon Brandmann wird in einem See aufgefunden, an dessen Ufer sich gerne die Jugendlichen des Ortes treffen. In ihrem dritten Fall der "In Wahrheit"-Reihe kehrte die Saarbrücker Kriminalkommissarin Judith Mohn an ihren Heimatort zurück.

Viele gut gemeinte Sprüche in vermeintlichem Jugend-Speech, aber auch viel Overacting und Theatralik kennzeichnen den dritten Fall der Saarbrücker Kriminalkommisarin Judith Mohn (Christina Hecke) und ihres Kollegen Freddy Breyer (Robin Sondermann). Auch dabei beim Krimi der "In Wahrheit"-Reihe von 2019: Rudolf Kowalski als Elder Statesman Markus Zerner und Jeanne Goursaud als Assistentin Lisa, die für jugendlichen Anstrich sorgt. ARTE wiederholt den Krimi "Still ruht der See" (Regie: Miguel Alexandre) nun an einem Freitagabend.

Kathrin Brandmann (Bernadette Heerwagen) entdeckt in einem See nahe ihrer Wohnsiedlung die Leiche ihres Sohns Marlon. Nachdem er blaue Flecken aufweist, ist unklar, ob er eines natürlichen Todes gestorben ist. Hauptkommissarin Judith Mohn und Freddy Breyer nehmen die Ermittlungen auf. Mohn ist besonders betroffen, stammt der Junge doch aus derselben Siedlung, in der auch sie aufwuchs. Die Saarbrücker Kommissarin hatte einst in Auseinandersetzung mit der verständnislosen Mutter ihren Heimatort verlassen.

Die mürrischen Jugendlichen, unter denen sie ermitteln muss, erweisen sich als nicht gerade kooperativ. Die Clique von der Saar bildet eine Mauer aus Beton und schweigt. Das wiederum mag durchaus realistisch sein, verlangt vom Zuschauer allerdings verdammt viel Geduld, zumal die Halbsätze der durchaus bunten fünfköpfigen Truppe Abziehbilder vorgegebener Machosprüche sind. Mit Empathie ist in diesem Fall eher nichts zu holen.

Willkommen im Ghetto

Zwar wird man zunächst in verzahnten Szenen vielfach auf falsche Fährten gelenkt, erfährt vom Alkoholmissbrauch der Truppe, vom Handel mit gefakten Turnschuhmarke, und erlebt grassierenden Machismo bis hin zu Vergewaltigungswetten, doch lässt sich die Ursache des wiederholt betonten Außenseitertums des Toten immer mehr erahnen. Mohn braucht bei alldem ein besonders dickes Fell, muss sie sich doch am Heimatort von ihrer monströs karikierten sozial abgehängten Mutter wie auch von ihrem Müllarbeiter-Cousin als eine, die in bessere Kreise vorgedrungen sei, einiges gefallen lassen.

Acht Filme aus der Reihe wurden bislang ausgestrahlt. Der neunte Film "In Wahrheit – Für immer Dein" ist am Freitag, 28. März, um 20.15 Uhr, erstmals bei ARTE sowie tags zuvor bereits in der ARTE-Mediathek zu sehen. Auch der nun wiederholte Film "In Wahrheit – Still ruht der See" ist online bereits am Donnerstag, 13. März, abrufbar.

In Wahrheit – Still ruht der See – Fr. 14.03. – ARTE: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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