Island im Winter - Glühende Lava und ewiges Eis
19.07.2026 • 18:00 - 19:30 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
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Originaltitel
Island im Winter - Glühende Lava und ewiges Eis
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Island im Winter - Glühende Lava und ewiges Eis

Island im Winter bietet atemberaubende Naturschauspiele: Die Wildnis im Norden erscheint noch rauer, das Bad im Hot Pot ist noch berauschender. Und die Hauptstadt Reykjavík wird im März 2021 immer wieder von kleinen Erdbeben erschüttert. Die Menschen fiebern einem Jahrhundertereignis entgegen. Und dann bricht der Fagradalsfjall tatsächlich aus, der Vulkan auf der Halbinsel Reykjanes. Er spuckt mehr als 400 Meter hohe Lava-Geysire aus. Das Spektakel ist perfekt. Die Filmemacher Babette Hnup und Maik Gizinski drehen im März 2021 am feuerspeienden Fagradalsfjall vor einer monumentalen Kulisse. Sie erleben tosende Wasserfälle, gefräßige Schafe und magischen Hokuspokus und lernen die liebenswerten und originellen Einwohner kennen. Für ihren Film reisen Babette Hnup und Maik Gizinski mit dem Linienbus auf der Ringstraße von Reykjavik bis nach Akureyri in den Norden. Sie entdecken dabei jede Menge Orte, die einen staunen und träumen lassen. Denn vor allem in der kalten Jahreszeit ist Island ein wahrer Abenteuerspielplatz. Zugleich aber müssen die Menschen, die dort leben, mit den Launen der Natur umgehen lernen. Jeden Winter aufs Neue. In Reykjavík, dem Tor zu Island, startet die Fahrt mit dem Ringbus und führt zuerst Richtung Westfjorde, einer Region, die zu den abgeschiedensten der Insel zählt. Jedes Ziel ist dort weit weg, und die Einsamkeit hält nicht nur die Touristen, sondern auch manchen Einheimischen fern. Dort, ganz in der Nähe des malerischen Gilsfjörur-Fjords, steht ein Bauernhof, der seit Jahrzehnten den Gezeiten trotzt. Bewirtschaftet wird er in dritter Generation von Gulags Gumunda Ingibjörg Bergsveinsdóttir, von allen kurz Gulla genannt. Die 30-Jährige lebt mit ihrem Vater am Ende der Welt oder am Anfang der isländischen Westfjorde. Sie kämpft wacker gegen eine Entwicklung, die längst auch Island erfasst hat: kleine Farmen und Höfe sterben mehr und mehr aus. Die Menschen zieht es vom Land in die Städte. Das kommt für Gulla nicht infrage. Sie lebt auf dem Bauernhof und betreut rund 500 Schafe. Ihre Großeltern haben die Farm in den 1930er-Jahren aufgebaut. "Seitdem wurde hier nichts weggeschmissen", lacht Gulla. Und so groß wie die Unordnung auf dem Hof ist auch das Herz der Besitzer. Weiter geht es auf der Ringstraße 1 in den Norden der Insel, einer Region voller Naturwunder dicht unter dem nördlichen Polarkreis. Der Norden vereint alles, was eine Islandreise so beeindruckend macht: Islands tiefste Schlucht, glasklare Seen und beeindruckende Berglandschaften. Und dort liegen die mächtigsten und einige der schönsten Wasserfälle Islands. Wer an Island denkt, dem kommt wahrscheinlich nicht als Erstes die Unterwasserwelt in den Sinn. Doch gibt es im Norden einen Ort, der für Taucher einmalig ist auf der Welt. Denn dort erheben sich Schlote vulkanischen Ursprungs vom Meeresboden in die Höhe, aus denen geothermal aufgeheiztes Wasser ausströmt. Sie entstanden vor gut 10.000 Jahren während der letzten großen Eiszeit. Entdeckt hat sie Erlendur Bogason, selbst eine isländische Naturgewalt und Tauchlegende. Seitdem forscht der mittlerweile 60-Jährige zu den Meereswesen vor seiner Haustür. Spätestens dann ist man angekommen im sagenumwobenen Island. In Europa gibt es kein zweites Land, in dem der Glauben an Elfen, Trolle und andere Fabelwesen so ausgeprägt ist. Sigridur Sonnenlicht, wie sie sich selbst nennt, studiert seit 25 Jahren die Welt der Geister. Ihre heiligen Zeremonien sind Türöffner in eine übersinnliche Welt. Wenn diese ruft, muss Sigridur raus, selbst dann, wenn gerade mal wieder ein Schneesturm tobt. Auf der Reise von Reykjavík in den Norden trifft das Filmteam isländische Originale, verrückte Typen und starke Frauen, die das kleine Land zu einem großen Abenteuer machen.

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