Josephine Baker, Ikone der Befreiung
31.05.2026 • 08:05 - 09:00 Uhr
Info, Menschen
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Joséphine Baker, première icône noire
Produktionsland
F, B, EST, GR
Produktionsdatum
2018
Info, Menschen

Josephine Baker, Ikone der Befreiung

Hundert Jahre vor Beyoncé lebte Josephine Baker. Sie wuchs in armen Verhältnissen in Missouri auf, wurde in Frankreich zur berühmten Tänzerin und Sängerin, setzte sich im Zweiten Weltkrieg an der Seite von General de Gaulle für die Résistance ein und adoptierte zwölf Kinder aus verschiedenen Teilen der Welt. Ihr Leben klingt wie ein Roman. Doch das ist nur die eine Hälfte der Wahrheit und sich damit zu begnügen, würde ihr nicht gerecht. Wer Josephine Baker wirklich verstehen will, muss ihre Ursprünge kennen. Ihr unstillbares Verlangen, alles zu verändern, ist einer Kindheit geschuldet, in der Gewalt und harscher Rassismus Alltag waren. Als Josephine Baker zur Welt kam, lag die Sklaverei erst 40 Jahre zurück. Im Mittleren Westen der USA, wo Baker aufwuchs, wurden Schwarze immer noch behandelt wie Menschen zweiter Klasse. Sie wohnten in Elendsvierteln und wurden regelmäßig von Weißen angegriffen, die den Ausgang des Bürgerkriegs nicht verkraften konnten. Aus dieser Situation floh Josephine Baker. Doch jedes Mal, wenn sie in ihre Heimat zurückkehrte, holten sie Hass und Rassismus wieder ein. Ihre USA-Reisen waren leidvolle Erfahrungen, die sie nachhaltig prägten. Fortan und bis ans Ende ihres Lebens nutzte Josephine Baker ihre Berühmtheit, um für ihre Ideale zu kämpfen. Die Dokumentation zeigt die Entwicklung von der Tänzerin im Bananenröckchen zur politischen Figur, die 1963 beim Marsch auf Washington als einzige Frau an der Seite von Martin Luther King das Wort ergriff. Es ist die Geschichte des politischen Erwachens des ersten schwarzen Superstars.

Das beste aus dem magazin

Jim Kerr (rechts) und Charlie Burchill stehen nebeneinander.
HALLO!

Jim Kerr: "Man muss tiefer gehen"

Jim Kerr und Charlie Burchill, die Gründungsmitglieder der Simple Minds, haben das Buch "Unsere Musik, unsere Geheimnisse" veröffentlicht. Darin erzählen sie von ihrer jahrzehntelangen Freundschaft, die das Fundament der Band bildet, und reflektieren über ihre musikalische Reise und Erfolge wie das Album "Once Upon a Time".
Das Buch „Der Darm-Doc – Wie du deine Verdauungsprobleme in den Griff bekommst“
Gesundheit

Für Sie gelesen: „Der Darm-Doc – Wie du deine Verdauungsprobleme in den Griff bekommst“

In "Der Darm-Doc" erklärt Dr. Ulrich Selz die zentrale Bedeutung des Darms für die Gesundheit und bietet praktische Tipps zur Verbesserung der Verdauung. Themen wie Reizdarm und Ernährung werden verständlich aufbereitet und helfen, Gesundheitsprobleme selbst anzugehen.
Dr. Melanie Ahaus ist niedergelassene Kinder- und Jugendärztin in Leipzig und Sprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Sachsen.
Gesundheit

Sport bei Hitze: Kinder sollten oft trinken

Kinder lieben es, im Sommer draußen zu spielen. Doch Hitze bringt Risiken mit sich. Eltern sollten auf ausreichend Sonnenschutz und regelmäßige Trinkpausen achten, um Hitzeschäden zu vermeiden.
Olivia Jones (l.) und Johannes Hegemann 
HALLO!

Olivia Jones im Interview über den Film "Olivia"

Olivia Jones erzählt von ihrem Lebensweg, der Verfilmung ihres Buches und ihrer Rolle als Drag-Queen. Der ZDF-Film "Olivia" ist ein Ritterschlag für die Künstlerin.
Yared Dibaba lacht.
HALLO!

Yared Dibaba: "Ich möchte mich einbringen, in den Dialog gehen"

Yared Dibaba reflektiert in seinem neuen Buch „Bin da, wer noch?“ über seine persönliche Reise von Äthiopien nach Deutschland und die Bedeutung von Vielfalt und Identität.
Das Buch „Der Tod ist dein letzter großer Termin. Ein Bestatter erzählt vom Leben“ von Christoph Kuckelkorn
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Der Tod ist dein letzter großer Termin. Ein Bestatter erzählt vom Leben"

Christoph Kuckelkorn, bekannt als Bestatter und ehemaliger Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, beschreibt in seiner neuen Biografie die Gemeinsamkeiten zwischen Bestattungen und Karneval. Er gibt Einblicke in sein Berufsleben und seine persönlichen Erfahrungen mit Trauer und Verlust.