Ein Schloss wie aus einem Traum: Auf einen zerklüfteten Felsen in 1000 Metern Höhe gebaut, gilt Neuschwanstein als berühmtestes Märchenschloss der Welt. Der Schriftsteller Wladimir Kaminer besucht Schloss Neuschwanstein und wandelt auf den Spuren seines Bauherrn, König Ludwig II. von Bayern. Aufgrund der Coronapandemie war das Schloss lang geschlossen - eine einmalige Gelegenheit für Kaminer, es zu erkunden. Der "Kini" ließ seine idealisierte Vorstellung einer alten deutschen Ritterburg ab 1869 errichten. In der Abgeschiedenheit der Bergwelt plante er, den Werken seines Freundes und Idols Richard Wagner den idealen Raum zu geben. Die Bühnenbilder zu den Opern des Komponisten und die Wartburg waren seine Inspirationsquellen. Doch bei aller Romantik wollte Ludwig II. nicht auf den Komfort verzichten, den seine Zeit bereits zu bieten hatte. So ist Neuschwanstein hinter den Kulissen mit für das 19. Jahrhundert modernster Technik ausgestattet: einer Zentralheizung, einem Telefon und einer Toilette mit automatischer Wasserspülung. Aufgrund der Coronapandemie war Neuschwanstein monatelang geschlossen - eine einmalige Gelegenheit für Wladimir Kaminer, das Schloss so zu erleben, wie es sich Ludwig II. gewünscht hatte: als Rückzugsort, vollkommen allein, ohne die Tausenden Besucherinnen und Besucher, die normalerweise durch die Gänge strömen. Denn Neuschwanstein gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt, jedes Jahr pilgern 1,5 Millionen Gäste ins beschauliche Schwangau, um Ludwigs Märchenbau live zu erleben. Das hat Spuren hinterlassen: Touristinnen und Touristen tragen Staub und Schmutz in das Schloss. Außerdem bringen sie mit der Atemluft, ihrem Schweiß und mit regennasser Kleidung viel Feuchtigkeit hinein. Die Folge: Textilien schimmeln, die Wandfarben verblassen, das Parkett ist kaputt. Für mehr als 20 Millionen Euro wird Neuschwanstein jetzt erstmals seit 130 Jahren restauriert. Ein Mammutprojekt: 93 Räume und mehr als 2300 Einzelobjekte, Gemälde, Möbel, Textilien, Fenster, Türen und Wände werden aufgearbeitet. Wladimir Kaminer lässt sich die nötigen Restaurationsarbeiten erklären, erkundet das Allerheiligste des Königs, begegnet hingebungsvollen Fans des Monarchen und begibt sich auf die Spuren von dessen rätselhaftem Tod.
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