Kampf um Harvard
27.10.2026 • 20:45 - 21:15 Uhr
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Originaltitel
La bataille d'Harvard
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2026
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Kampf um Harvard

Im Januar 2025, unmittelbar nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus, erklärte Trump den amerikanischen Universitäten den Krieg. Nach ersten Einschüchterungsmaßnahmen setzte der US-Präsident auf eine Waffe, die er besser beherrscht als jeder andere: das Geld. Sein erster Schlag traf nicht Harvard, sondern die Columbia University in New York. Nachdem der Hochschule rund 400 Millionen Dollar an Fördermitteln entzogen worden waren, gab sie den Forderungen der Regierung nach und zahlte am Ende sogar drauf, um eine dauerhafte Finanzierung zurückzuerlangen. Damit war der Harvard University klar, dass es sie als die reichste Universität der Welt als Nächstes treffen würde. Trotz eines Stiftungsvermögens von über 50 Milliarden Dollar sind die Forschungsabteilungen in Harvard stark auf nationale Gelder angewiesen. Die von Elon Musk geleitete Organisation der US-Administration "Department of Government Efficiency" (DOGE) machte diese Fördermittel zur politischen Waffe. Programme zu Klima, Gender, Race und Diversität verloren ihre Finanzierung - damit trat ein ideologischer Konflikt offen zutage, der schon lange schwelte. Tatsächlich warf ein Teil der amerikanischen Rechten den Universitäten schon lange vor, die künftigen Eliten zu indoktrinieren und ein zu progressives Gesellschaftsbild zu verbreiten. Das MAGA-Lager wollte diese Programme nun systematisch zurückdrängen. Als über acht Milliarden Dollar an Mitteln eingefroren wurden, wollte Harvards neuer Präsident Alan Garber zunächst verhandeln und weckte die Befürchtung, er folge dem Beispiel der Columbia University. Studierende forderten die Hochschulleitung öffentlich zum Widerstand auf. Doch angesichts des finanziellen Drucks wirkte selbst die reichste Universität der Welt verwundbar. Bald fragte man sich auf dem Campus nicht mehr, ob Harvard nachgeben würde, sondern nur noch, wann.

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