Leben mit Vulkanen
12.03.2026 • 03:05 - 03:17 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
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Täglich kommen Dutzende Bergarbeiter zum Krater des Ijen, um dort Schwefel abzubauen. Unter einer Temperatur von 119 Grad Celsius kristallisiert flüssiger Schwefel zu gelben Platten.
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Le lac de cratère inquiète les habitants de la région : son eau acide pénètre dans le sol par les crevasses et s'écoule dans la vallée
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Le lac de cratère d'Ijen sert de bassin collecteur pour les précipitations
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Originaltitel
Des volcans et des hommes
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2018
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Leben mit Vulkanen

Indonesien gehört mit seinen etwa 130 aktiven Vulkanen zu den vulkanreichsten Regionen der Erde. Der besonders faszinierende Vulkan Ijen im Osten der Insel Java, bildet den Gegensatz zum satten Grün der Wälder in der Gegend: Karges Gestein und giftige Schwefeldämpfe umgeben Arnaud, als er den Felsriesen erklimmt. Inmitten des Vulkans befindet sich der jadegrün leuchtende Kratersee Kawah Ijen, einer der säurehaltigsten Seen der Welt. Weder Tiere noch Mikroorganismen können in diesem sauren Milieu leben. Der Vulkan stößt ständig Gaswolken aus, die bei Arnaud zu einem Brennen im Rachen und einem Hustenreiz führen. Das stört die Bergarbeiter schon längst nicht mehr: Täglich steigen die "starken Männer Javas" in den Krater, um dort Schwefel abzubauen - ohne Schutzkleidung. Sarno, den Arnaud bei seiner strapaziösen Arbeit inmitten der dampfenden Hölle begleitet, macht diesem Namen seit mehr als 25 Jahren alle Ehre. Mit einer Art Brecheisen haut er das Schwefelerz aus dem Gestein und schleppt das gelbe Gold die steilen Kraterwände hoch - pro Tag bis zu 150 Kilogramm. Die Arbeit ist nicht nur hart, sondern auch riskant: Auf dem Grund des Kratersees können sich riesige hochgiftige Gasblasen bilden, die aufsteigen und an der Oberfläche explodieren - eine tödliche Gefahr. Auch die umliegende Bevölkerung ist von diesem "Säurefass" bedroht: Das saure Seewasser gelangt in die Flüsse und stellt eine große Gefahr für die Bevölkerung, die landwirtschaftlichen Kulturen und die Böden dar. Rund 10.000 Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und kämpfen mit gravierenden Gesundheitsproblemen. Als die Sonne untergeht, bietet sich Arnaud ein besonderer Anblick: Aus dem Krater des Ijen züngeln meterhohe blaue Flammen in die Lüfte. Das spektakuläre Naturschauspiel verbildlicht die Aktivität dieses Vulkans, die für die Menschen Lebensgrundlage und Gesundheitsrisiko zugleich bedeutet.

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