Seine Menschenskulpturen schneidet er nicht mit dem Schnitzmesser und dem Holzbeitel, sondern mit der Motorsäge. So werden sie rau und ruppig wie das Leben. In seiner oberbayerischen Heimat mischt sich Andreas Kuhnlein aber auch in das politische Leben ein und geigt den Großen seine Meinung.

Der Holzbildhauer Andreas Kuhnlein aus Unterwössen in Oberbayern arbeitet nicht mit dem Hohleisen oder dem Schnitzmesser, er bearbeitet das Holz mit der Motorsäge. Spontan seinen Inspirationen folgend, formt er kräftig und bewusst ruppig seine Menschenskulpturen, Widerstandsfähigkeit und Verletzlichkeit, Kampf, Duldung und Ertragen symbolisierend. Aber auch Durchsetzungskraft kennzeichnen Kuhnleins Werk und Leben. "Ich kann mein Maul nicht halten", sagt er im "Lebenslinien"-Porträt von Stefan Panzner.

Kuhnlein ist einer, der hinter die Fassaden schaut, der sich einmischt und reflektiert. Erfahrungen mit der Gewalt hat er als Kind und als junger Erwachsener gemacht. Bis heute sind das die Themen seiner Skulpturen geblieben. Aus einem bäuerlichen Umfeld kommend, mischt er sich immer wieder in gesellschafts- und lokalpolitische Themen ein und sagt den "Großen" die Meinung – ein authentisches bayerisches Urgestein.

Lebenslinien: Ich schneid's mir von der Seele – Mo. 06.07. – BR: 22.00 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH