Lost Places der Sowjetunion
31.03.2026 • 12:45 - 13:30 Uhr
Natur + Reisen, Land + Leute
Lesermeinung
Das alte Offizierscasino von Borne Sulinowo in Polen. Das kulturelle Zentrum der Garnisonsstadt. In der Zeit des Kalten Krieges sind rund 25.000 sowjetische Soldaten hier stationiert.
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Der Flugplatz von Nohra gilt als Sperrspitze unter den sowjetischen Militärstandorten auf dem Gebiet der DDR. Der Ort hat eine strategisch günstige Lage. Im Hangar werden die Kampfhubschrauber für den Einsatz gewartet und repariert.
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Streng geheim! In der Nähe von Borne Sulinowo lagert die Sowjetarmee Atomsprengköpfe für den Ernstfall.
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Das Offizierscasino dient als Bibliothek und Veranstaltungsaal für Konzerte und Kinovorführungen. Zur Zeit des Kalten Krieges gibt es hier am Wochenende eine Disko für die jungen Sowjetsoldaten und ihre Familien.
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Originaltitel
Lost Places der Sowjetunion
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Natur + Reisen, Land + Leute

Lost Places der Sowjetunion

Drei verlassene Orte erzählen vom Erbe der Sowjetarmee in Polen und in der DDR: ein verlassenes Offizierscasino, ein alter Flugplatz und ein Ort, der durch eine Mauer geteilt ist. Die Militärstandorte in Polen und in der DDR dienen der sowjetischen Einflussnahme und dem Machterhalt in den sogenannten Satellitenstaaten. Es sind die westlichsten Standorte der Sowjetsoldaten während des Kalten Krieges. Zahlreiche polnische Soldaten haben im Zweiten Weltkrieg aufseiten der Westalliierten gekämpft, und viele Polen hegen auch nach dem Krieg Sympathien gegenüber dem Westen. Hinzu kommt: Es besteht ein großes polnisches Nationalgefühl. Deshalb müssen sowjetische Soldaten zur Sicherung der kommunistischen Macht in Polen präsent sein. So auch in Borne Sulinowo, einer Garnisonsstadt, wo rund 25.000 sowjetische Soldaten stationiert sind. Dort leben sie abgeschottet von der polnischen Bevölkerung und haben eine eigene Infrastruktur. Der Flugplatz in Nohra gilt als Speerspitze unter den sowjetischen Militärstandorten auf dem Gebiet der DDR. Der Ort hat für die Sowjets eine strategisch günstige Lage - dort stehen die Sowjetsoldaten an vorderster Front zum Westen. Deshalb hätte die Sowjetarmee im Ernstfall von dort einen Angriff mithilfe von Kampfhubschraubern auf die Bundesrepublik Deutschland unternehmen können. In Rechlin an der Müritz verläuft eine Mauer mitten durch den Ort. Auf der einen Seite leben die DDR-Bürger und auf der anderen Seite über 4000 sowjetische Soldaten und Offiziere mit ihren Familien. Sie sind auf dem nahe gelegenen Militärflugplatz stationiert. In keinem anderen Land ist die Sowjetarmee nach dem Zweiten Weltkrieg so präsent wie in der DDR. Sie sind als Sieger und Besatzer gekommen und nach fast 50 Jahren wieder gegangen - doch wirkliche Freundschaften haben sich selten entwickelt. Vergessene Orte, verdrängte Geschichte. Die Doku-Reihe "Lost Places der Sowjetunion" zeigt verlassene Militärstandorte der sowjetischen Armee aus der Zeit des Kalten Krieges in Osteuropa.

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