Ob sie den elterlichen Betrieb auf der fränkischen Alb übernehmen oder sich mit Rindern und Westernpferden in der Oberpfalz eine Existenz aufbauen - Bayerns Landwirte und Landwirtinnen lieben ihren Job mit und von der Natur. Und sind dabei immer offen für neue Ideen. "Lust aufs Land" erzählt von ihren Zielen und Träumen, aber auch von den Herausforderungen, die sie meistern müssen, um ihre Betriebe erfolgreich in die Zukunft zu führen. Es gibt keinen Platz, an dem Christiane Müller lieber leben und arbeiten würde als auf ihrem Wittums-Hof, der auf einem kleinen Plateau in der Fränkischen Alb liegt. Im kommenden Jahr wird die 29-jährige Landwirtschaftsmeisterin den Betrieb ihrer Eltern komplett übernehmen. Und schon jetzt hat die Junior-Chefin viele Ideen umgesetzt, damit der traditionsreiche Hof auch in der achten Generation bestehen kann. Vor zweieinhalb Jahren etwa hat sie den Milchviehbetrieb um eine Rindermast erweitert. Mittlerweile ist das Fleisch der Ochsen und Färsen in der Direktvermarktung das wichtigste Standbein am Hof. Dass Christiane den Betrieb einmal übernehmen wird, daran haben weder ihre Eltern noch sie selbst je gezweifelt. Auch wenn im Sommer kaum an Freizeit zu denken ist und Christiane bis jetzt noch kein Mann über den Weg gelaufen ist, mit dem sie den Hof führen wollen würde. Vor 18 Jahren haben Ulli und Rasso Schatz von Rassos Vater dessen Hof in der Oberpfalz überschrieben bekommen. Seitdem halten die beiden hier Fleckvieh und vermarkten das Fleisch der Tiere. Die begeisterte Western-Reiterin Ulli brachte außerdem die Idee mit, auf dem Hof Quarter-Horses zu züchten und auszubilden. Um den Betrieb am Laufen zu halten, entschied sich Rasso schon früh, nebenher noch Landmaschinen zu vertreiben. Die Arbeit auf dem Hof, das Unterwegs sein in ganz Deutschland, der ständige Termindruck - für Rasso bedeutete dies lange ein Leben am Limit. Und das hatte Folgen: Als ihm eine Ader im Kopf platzt, wäre beinahe alles vorbei gewesen, über mehrere Monate ist er außer Gefecht gesetzt, Ulli mit den Kindern und der Arbeit am Hof alleine. Rasso, der immer nur Vollgas kannte, musste lernen, dass auch er verletzlich ist - und etwas in seinem Leben ändern. Heute ist er ruhiger geworden und viel mehr zu Hause mit Ulli auf dem Hof. Denn eines steht für den 57-Jährigen inzwischen mehr denn je fest: Hier gehöre ich hin, hier will ich bleiben.
Kirsten Nehberg schildert in ihrem neuen Buch die Abenteuer und Herausforderungen, die sie als Tochter des bekannten Survival-Experten Rüdiger Nehberg erlebte. Von ABBA-Besuchen bis hin zu monatelangen Reisen: Ein Leben am Rande der Norm.
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