Metropolen des Pop: Prag
05.09.2026 • 19:20 - 20:00 Uhr
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Originaltitel
Metropolen des Pop
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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Metropolen des Pop: Prag

Melancholie, Humor und Provokation: "Metropolen des Pop: Prag" zeigt die Popkultur einer Stadt zwischen Kommunismus-Erbe und künstlerischem Aufbruch. Prag ist heute einflussreiche Pop-Hauptstadt. Aus Zensur und Begrenzung ist eine lebendige Kulturszene erwachsen, die Melancholie und Optimismus gleichermaßen feiert. Prag liegt im Herzen Mitteleuropas, wo slawische, deutsche, österreichische und jüdische Einflüsse seit Jahrhunderten aufeinandertreffen. Aus einem von Zensur geprägten System ist eine vielfältige Popkultur hervorgegangen, die Freiheit neu verhandelt. Die Dokumentation "Metropolen des Pop: Prag" folgt dieser Entwicklung durch Musikclubs, Filmstudios und Kunsträume. Künstler wie Adam Mišík und Marta Jandová greifen die Melancholie der Vergangenheit auf und übersetzen sie in zeitgenössische Musik. Gleichzeitig verkörpern Künstler wie Karel Gott und Miroslav Žbirka die Spannungen zwischen staatlicher Kontrolle und internationalem Erfolg. Orte wie der legendäre Lucerna-Palast machen diese Geschichte bis heute erfahrbar. Auch als Filmstadt hat Prag eine lange Tradition: Die Barrandov-Studios gelten als "europäisches Hollywood". Regisseur Martin Kopp bricht mit Tabus, Produzent Petr Jákl setzt auf historische Stoffe wie den Mythos um Jan Žižka. Einer der größten Exportschlager sind nach wie vor Märchenfilme. Heute nostalgische Erinnerungen an die Kindheit, boten sie früher kreative Freiräume in einem streng kontrollierten System. Der Einfluss Franz Kafkas bleibt überall spürbar - in Literatur, Musik und Kunst. Künstler wie David Černŭ übersetzen dieses kafkaeske Lebensgefühl in Arbeiten im öffentlichen Raum, die irritieren und zugleich typisch für die Stadt sind. Prag ist eine Stadt voller Widersprüche. In Kneipen, auf Bühnen und in Ausstellungen wird diese Vielfalt sichtbar - als Popkultur, die aus ihrer Geschichte lebt.

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