Mutter auf Streife
07.03.2026 • 14:00 - 15:30 Uhr
Fernsehfilm, Komödie
Lesermeinung
ARD MUTTER AUF STREIFE, Deutschland 2015, Regie Jan Ruzicka, am Freitag (29.05.15) um 20:15 Uhr im Ersten.
Helga Bischoff (Eleonore Weisgerber) ist wie immer sehr beschäftigt und überlässt den Haushalt gerne ihrer Schwiegertochter.
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Helga Bischoff (Eleonore Weisgerber) ist wie immer sehr beschäftigt und überlässt den Haushalt gerne ihrer Schwiegertochter.
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Mia (Mira Bartuschek, rechts) und ihr Mann Florian (Max von Thun, links) sind schockiert: Schwiegermutter Helga (Eleonore Weisgerber) raucht mit der jungen Sarah (Alexandra von Giese) einen Joint.
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Florian (Max von Thun) findet Mias (Mira Bartuschek) Bewerbung eine Schnapsidee.
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2015
Altersfreigabe
6+
Fernsehfilm, Komödie

Mutter auf Streife

Die Bischoffs sind eine Vorzeige-Familie, sorgenfrei und wohlhabend. Ihren fünfköpfigen Haushalt organisiert die nimmermüde Mia: Gut gelaunt hält sie ihrem Mann, dem Zahnarzt Florian, den Rücken frei, hat ein Ohr für die Nöte ihrer Teenagertochter Sarah und fährt ihren Sonnenschein Leon zur Schule. Nebenbei räumt sie noch hinter ihrer mit im Haus wohnenden Schwiegermutter Helga her. Als Mia in der Nachbarschaft Einbrecher in die Flucht schlägt, entdeckt die 34-Jährige ihre späte Berufung. Zur Überraschung ihrer Familie entschließt sie sich, an einem Programm für lebensältere Bewerberinnen teilzunehmen und so noch eine Ausbildung zur Polizistin zu beginnen. Im Haushalt geht es schon bald drunter und drüber, doch Mia hält an ihrem Plan fest und trainiert hart für die Aufnahmeprüfung. Mira Bartuschek entdeckt als freundliche, allzu freundliche Hausfrau, dass sie nicht nur das "Hotel Mama" managen will. * Ihre Rolle als Ehefrau und Mutter zweier Kinder erfüllt Mia (Mira Bartuschek) perfekt. Sogar zu perfekt: Florian (Max von Thun), ein wohlhabender Zahnarzt, der immer nur an sein nächstes Tennismatch denkt, nimmt den Einsatz seiner Frau allzu selbstverständlich hin. Für ihre verwöhnte Teenager-Tochter Sarah (Alexandra von Giese) und den kleinen Leon (Yanis Scheurer) ist Mamas Rundum-Service so normal wie das luxuriöse Haus mit Pool. Auch die mit in der Familie lebende Schwiegermutter Helga (Eleonore Weisgerber), eine verträumte Alt-68erin, rührt im Haushalt keinen Finger. Irgendwann ist Mia auf 180: Keiner erkennt ihre Leistung an. Das ändert sich, als sie im Nachbarhaus drei Einbrecher überrascht und sich dabei so professionell verhält, dass man sie auf dem Polizeirevier zu einer Sonderausbildung für "lebensältere Bewerber" ermuntert. Zum Amüsement ihrer Familie bereitet Mia sich tatsächlich auf die Prüfung vor. Niemand unterstützt sie, doch mit Hilfe des zwielichtigen Ex-Polizeiausbilders Sam (Martin Feifel), der verborgene Fähigkeiten aus ihr herauskitzelt, beißt Mia sich mühsam durch. Eifersüchtig registriert Florian die Veränderung seiner Frau. Unterdessen empfindet Sam nicht nur freundschaftliche Gefühle für die selbstbewusster werdende Mia. Doch der geht es nicht um eine Affäre: Sie will in einem Team mitwirken, in dem sie für ihre Fähigkeiten akzeptiert und respektiert wird. In dieser hintersinnigen Komödie findet Mira Bartuschek als Vollzeitmutter heraus, dass sie nicht nur Dienstleistungen zum Nulltarif erbringen muss und es gut ist, aus alten Rollenmustern auszubrechen. Max von Thun lernt als verblüffter Ehemann allmählich dazu. Eleonore Weisgerber spielt eine tiefenentspannte Ex-Musikerin aus der altlinken Politszene. Und neben Alexandra von Giese und Yanis Scheurer als Mias Kinder glänzt Martin Feifel als gebrochener Ex-Polizist, der schon bessere Zeiten erlebt hat. Regisseur Jan Ruzicka, bekannt durch "Der Mauerschütze" und "Pilgerfahrt nach Padua", inszenierte den Familienfilm nach einem Drehbuch von Norbert Eberlein.

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