Felicitas Woll kämpft in "Nackt. Das Netz vergisst nie" für ihre Tochter gegen Hacker. Eigentlich wäre das eine spannende Geschichte ...

"Es ist kompliziert' wurde vor Kurzem zu 'in einer Beziehung", klärt Charlotte (Felicitas Woll) ihren Mann Marcus (Martin Gruber) auf, als er die gemeinsame Tochter Lara (Aleen Kötter) beobachtet, wie sie vor dem Haus einen Jungen küsst. Begeistert wirkt er nicht, der Vater, der mit ansehen muss, wie sein kleines Mädchen so langsam erwachsen wird. Doch wenn er zu diesem Zeitpunkt schon gewusst hätte, was auf die Familie noch zukommt, hätte Marcus wohl eingesehen, dass der Junge noch das kleinstes Problem ist. Denn: Laras Handy wurde gehackt – bald geistern Nacktfotos des Teenagers durchs Internet. "Nackt. Das Netz vergisst nie." (2017) beschreibt sehr gut, welche Tücken das Internet – bei all seinen Vorzügen – mit sich bringt. Leider hat man bei dem Drama, das SAT.1 zur Primetime wiederholt, immer das Gefühl, als hätte sich ein älterer Herr "Hacken für Dummies" ausgeliehen und daraus ein Drehbuch entwickelt. Die Figuren wirken zu hölzern und die Personengruppen werden zu klischeehaft dargestellt. Dabei ist das Thema Cyber-Kriminalität von großer Relevanz.


Quelle: teleschau – der Mediendienst