Napola - Elite für den Führer

  • Friedrich Weimer (Max Riemelt, Mitte) findet in dem sensiblen Albrecht Stein (Tom Schilling, rechts) einen Freund. Vergrößern
    Friedrich Weimer (Max Riemelt, Mitte) findet in dem sensiblen Albrecht Stein (Tom Schilling, rechts) einen Freund.
    Fotoquelle: ARTE / Constantin Film
  • Zunächst fühlt sich Friedrich (Max Riemelt, links) wohl in der rauen Welt der Napola - doch das soll sich bald ändern. Anteil daran hat unter anderem der grausame Ausbilder Josef Peiner (Michael Schenk) - sein Spitzname "Peiniger" kommt nicht von ungefähr. Vergrößern
    Zunächst fühlt sich Friedrich (Max Riemelt, links) wohl in der rauen Welt der Napola - doch das soll sich bald ändern. Anteil daran hat unter anderem der grausame Ausbilder Josef Peiner (Michael Schenk) - sein Spitzname "Peiniger" kommt nicht von ungefähr.
    Fotoquelle: ARTE / Constantin Film
  • Drill und Grausamkeiten: In der Napola sind die Schüler der Willkür ihrer "Lehrer" und "Ausbilder" schutzlos ausgeliefert. Vergrößern
    Drill und Grausamkeiten: In der Napola sind die Schüler der Willkür ihrer "Lehrer" und "Ausbilder" schutzlos ausgeliefert.
    Fotoquelle: ARTE / Constantin Film
  • Der Sohn von Gauleiter Heinrich Stein (Justus von Dohnányi, Mitte) besucht ebenfalls eine der unzähligen Napola. Doch der kann sich mit der rechten Ideologie seines Vaters nicht identifizieren. Vergrößern
    Der Sohn von Gauleiter Heinrich Stein (Justus von Dohnányi, Mitte) besucht ebenfalls eine der unzähligen Napola. Doch der kann sich mit der rechten Ideologie seines Vaters nicht identifizieren.
    Fotoquelle: ARTE / Constantin Film
  • Boxtrainer Heinrich Vogler (Devid Striesow) verlangt seinen Schülern alles ab. Vergrößern
    Boxtrainer Heinrich Vogler (Devid Striesow) verlangt seinen Schülern alles ab.
    Fotoquelle: ARTE / Constantin Film
  • Albrecht (Tom Schilling) kann die Sinnlosigkeit und Brutalität des Nationalsozialismus kaum ertragen. Vergrößern
    Albrecht (Tom Schilling) kann die Sinnlosigkeit und Brutalität des Nationalsozialismus kaum ertragen.
    Fotoquelle: ARTE / Constantin Film
Spielfilm, Drama
Die Tragik der verblendeten Jugend
Von Johann Ritter

Infos
Produktion: Olga Film, Online verfügbar von 30/11 bis 07/12
Originaltitel
Napola – Elite für den Führer
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2004
Kinostart
Do., 13. Januar 2005
DVD-Start
Do., 25. August 2005
arte
Fr., 30.11.
20:15 - 22:00


Max Riemelt brillierte 2004 in einem emotionalen, preisgekrönten Nazidrama und ebnete sich den Weg für eine glanzvolle Karriere.

Sie waren ehrgeizig, verblendet und doch unschuldig. Buchstäblich in Heerscharen wurden junge Männer in den nationalpolitischen Erziehungsanstalten (kurz: Napola) des Dritten Reichs zu willenlosen Vollstreckern des nationalsozialistischen Gedankenguts gedrillt. Die Jugendlichen dachten, sie gehörten zu einer Elite. Jedoch dienten sie nur als weiteres menschliches Material für einen unsinnigen Krieg. Ein bewegender Film beschäftigte sich Anfang 2005 mit dem brisanten Thema: Mit "Napola – Elite für den Führer" bewies "Mädchen Mädchen"-Regisseur Dennis Gansel Fingerspitzengefühl für schwierige Stoffe. Nun zeigt ARTE das Historien-Drama erneut.

Der Kinostart wurde damals mehrfach verschoben. Man wollte nicht im Fahrwasser des Erfolgs von "Der Untergang" schwimmen. Und tatsächlich: "Napola" hat sich seine Eigenständigkeit verdient. Im Fokus stehen die Elite-Internate, in denen junge Sportskanonen unter den Nazis die besten Ausbildungschancen bekamen, wenn sie nur körperlich fit und jederzeit willens waren, die menschenverachtenden Ideologien ihrer Lehrer zu teilen.

Das muss auch der 16-jährige Friedrich (Max Riemelt) erkennen, der sich gegen den Willen seiner Eltern bei einer Napola anmeldet, um dazuzugehören. Durch das Boxen lernt Friedrich, seine Minderwertigkeitskomplexe zu kompensieren, dem Selbstmitleid zu entkommen, das ihn bisher aufgrund der Armut seiner Eltern so gemartert hat. Doch nach und nach muss der Schüler erkennen, dass ihn das System korrumpiert. Durch die Freundschaft zu dem sensiblen Albrecht (Tom Schilling, "Oh Boy") blüht ihm der wahre Hintergrund der Schinderei, der sich die Mitschüler und auch er selbst so devot unterwerfen. Albrecht revoltiert gegen seinen Vater, der als SS-Hardliner keine Schwäche duldet.

Der damals 20-jährige Max Riemelt ("Sense8") glänzte in seiner ersten ernsthaften Hauptrolle, die das Interesse der Branche auf ihn lenkte. Da er auch für Dominik Grafs preisgekrönte Miniserie "Im Angesicht des Verbrechens" verdiente Anerkennung fand, durfte man Riemelt schon bald zur A-Riege deutscher Schauspielstars zählen. Mit Regisseur Dennis Gansel arbeitete Riemelt noch drei weitere Male zusammen: In "Die Welle" (2008), "Wir sind die Nacht" (2010) sowie "Die vierte Macht" (2012).

Gansel feierte vor zwei Jahren sein Hollywood-Debüt mit dem Jason-Statham-Actionthriller "Mechanic: Resurrection". 2018 lief dann seine Realverfilmung von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" in den Kinos. Mit rund 25 Millionen Euro gilt der Kinderfilm als eine der kostspieligsten deutschen Produktionen überhaupt. Etwas über 1,5 Millionen Kinotickets wurden hierzulande gelöst, was einem eher mageren Einspielergebnis von rund 10,7 Millionen Euro entspricht. Dennoch: Nach derzeitigem Stand soll Gansel im Frühjahr 2019 mit den Dreharbeiten zur Fortsetzung beginnen. Der Start von "Jim Knopf und die Wilde 13" ist für 2020 angedacht.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Napola - Elite für den Führer" finden Sie hier.


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Der Trailer zu "Napola - Elite für den Führer"

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