NaturNah: Der Stint
Heute 14.04.2026 • 11:30 - 12:00 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Lesermeinung
Keine Smileys, sondern die Augenpunkte von Stinten vor dem Schlupf aus ihren Eihüllen.
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Der Stint wandert in großen Schwärmen im Frühjahr die Elbe hoch, um im Hamburger Elbgebiet zu laichen.
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Die wenigen Elbfischer, die noch Stint fangen, bringen ihre Netze direkt neben der Fahrrinne aus.
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Originaltitel
Der Stint - Ein Fisch und sein Fluss
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2019
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

NaturNah: Der Stint

Nachdem die Elbe in den 1990er-Jahren von einem schmutzigen Abwasserstrom wieder zu einem sauberen Fluss geworden ist, kehrten auch die Fische zurück. Vor allem auch die Wanderfische, die aus dem Meer zum Laichen in die Elbe aufsteigen. Jedes Frühjahr kam auch der Stint in Massen. So wie in früheren Zeiten, in denen der Fang des kleinen silbrigen, wohlschmeckenden Fisches Hunderte von Fischerfamilien ernährte. Nach seinem Comeback machte eine Handvoll Elbfischer den Stint kulinarisch zum Kult. Seither gehört das Stintessen wieder als Highlight zum Frühjahr am Elbdeich. Doch in den letzten Jahren wurde immer weniger Stint gefangen. 2017 und 2018 schließlich blieb die Fischart fast völlig aus. Pech für die Feinschmecker, schlimmer aber noch für viele andere Tiere. Seeschwalben und Zwergmöwen, Zander und Aal, vielen Lebewesen im Fluss, die von der Stintbrut leben, fehlt plötzlich die Nahrungsbasis. Auch Seehunde und Schweinswale gehen leer aus. Es droht ein Schaden an der Natur der Tide-Elbe. Denn das Ökosystem des Flusses hängt zwischen der Staustufe von Geesthacht bis in die Nordseemündung vom Stint ab. Der Stint macht über 90 Prozent des Fischbestands in der Tide-Elbe aus. Wenn er plötzlich nicht mehr aus dem Meer in den Fluss zieht, brechen Nahrungsketten und -netze für viele Tierarten zusammen. Wissenschaftler der Universität Hamburg haben sich zum Ziel gesetzt, die ökologischen Zusammenhänge und Abhängigkeiten rund um den Stint intensiver zu erforschen. Sie wollen den Stint und seine Lebensweise, vom Ei zur Larve, bis hin zum Jung- und Laichfisch, genau beobachten, um den Ursachen für den dramatischen Rückgang dieser Art auf den Grund zu kommen. Die Stintsaison steht wieder an. Naturschützer, Forscher, Fischer und Feinschmecker hoffen darauf, dass der Stint in diesem Frühjahr endlich wieder in großen Mengen zum Laichen in die Elbe zieht.

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