Ein dokumentarischer Blick hinter die Kulissen der Pariser Opéra National de Paris – ganz ohne Feierlichkeit, aber mit viel Humor und Wärme.

In seiner Dokumentation "Mais im Bundeshuus" (2003) durchleuchtete der Schweizer Filmemacher Jean-Stéphane Bron in einer Art Politthriller das Innenleben der Schweizer Politik. In seinem neuen Film "Oper – L'Opéra de Paris" beschreibt er den Mikrokosmos einer elitären Institution, die nur durch Millionensubventionen bestehen kann.

Eineinhalb Jahre durchstreifte Bron die Kulissen und verfolgte das Räderwerk, das für eine Inszenierung notwendig ist. Gezeigt wird das Zusammenspiel aller Kräfte, die ein Spiegel der Gesellschaft draußen sind. So können Streiks fast Premieren platzen lassen, ein junger Bariton aus der russischen Provinz – Mischa Timoschenko, der sein Glück noch nicht fassen kann – schafft es ins große Rampenlicht. – Und schließlich lässt auch noch ein lebender Stier auf der Bühne die Chorsänger erbleichen.

Von Januar 2015 bis Juli 2016 liefen die Dreharbeiten. Mit Stéphane Lissner übernahm ein neuer Mann die Direktion, mit Benjamin Millepied kam als Chef des Balletts ein berühmter Tänzer und Choreograf. Brons Film wurde mit dem Schweizer Filmpreis 2018 ausgezeichnet. Der Film sei "eine einzige Liebeserklärung an die Oper, zum Glück mit viel Humor und Wärme und ohne hochtrabende Feierlichkeit", urteilte die Kritik (MDR Kultur).


Quelle: teleschau – der Mediendienst