Petting statt Pershing
05.03.2021 • 20:15 - 21:45 Uhr
Spielfilm, Komödie
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Originaltitel
Es ist aus, Helmut
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2018
Altersfreigabe
12+
Spielfilm, Komödie

Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein!

Von Felix Bascombe

Die Erstausstrahlung "Petting statt Pershing" bei ARTE zeigt: Es ist gar nicht so leicht, politisch aktiv zu werden. Zumindest, wenn man in der westdeutschen Provinz des Jahres 1983 lebt.

Dass die Jugend generell unpolitisch ist, widerlegt das stetige Engagement von "Fridays for Future" eindrucksvoll. Wie politisch die Jugend früher schon war, zeigt die Komödie "Petting statt Pershing". Das Kinodebüt von Petra Lüschow spielt in der Bundesrepublik des Jahres 1983. Hunderttausende gingen damals, im sogenannten "Heißen Herbst", gegen den NATO-Doppelbeschluss und die Stationierung neuer Atomraketen in Europa auf die Straße. ARTE zeigt die Coming-of-Age-Komödie nun als Erstausstrahlung.

Die 17-jährige Ursula (Anna Florkowski) will sich engagieren. In der westdeutschen Provinz aber ist sie mit ihrem Engagement ziemlich alleine. Dann taucht plötzlich Siegfried (Florian Stetter) in ihrem Leben auf, ein linksalternativer Kommunarde, der gewaltfreie Trainings organisiert. Prompt verliebt sich Ursula in den attraktiven Lehrer. Doch der scheint sich nicht für die pummelige Schülerin zu interessieren, die den Hippie-Womanizer doch so gerne für ihr Erstes Mal gewinnen würde.

Ein Film über das Politische im Privaten

"Ich war sehr in der Anti-Atomkraft- und Friedensbewegung und vielen Gruppen engagiert", erzählt Regisseurin Petra Lüschow, Jahrgang 1966. Damals sei sie oft die Jüngste gewesen. "So kam ich nicht selten in die Rolle der Beobachterin und erlebte, wie diese Gruppen funktionierten, die Spielchen, die amourösen Verflechtungen." "Petting statt Pershing" sei ein Film "über das Politische im Privaten, über die Widersprüche einer Gesellschaft, die in den 80-ern noch sehr piefig war, vor allem was das Frauenbild anging".

Petting statt Pershing – Fr. 05.03. – ARTE: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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