Polizeiruf 110
31.01.2021 • 20:15 - 21:45 Uhr
Serie, Krimireihe
Lesermeinung
ARD/rbb, 15.09.20: Seit dem 8. September laufen die Dreharbeiten für den neuen "Polizeiruf 110: Monstermutter" (AT) vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Christian Bach schrieb das Drehbuch und führt Regie. Drehorte sind unter anderem Frankfurt (Oder), Slubice und Berlin. In "Polizeiruf 110: Monstermutter" (AT) löst Kriminalhauptkommissarin Olga Lensk ihren letzten Fall. Die Ausstrahlung ist für das Frühjahr 2021 geplant.
Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski (Maria Simon) und Kriminalhauptkommissar Adam Raczek (Lucas Gregorowicz)
© rbb/Oliver Feist, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter rbb-Sendung und bei Nennung "Bild: rbb/Oliver Feist" (S2+). rbb Presse & Information, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin, Tel: 030/97 99 3-12118 oder -12116, pressefoto@rbb-online.de
Vergrößern
Maria Simon
Vergrößern
Maria Simon
Vergrößern
Lucas Gregorowicz und Maria Simon.
Vergrößern
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Altersfreigabe
12+
Serie, Krimireihe

Abschied von Lenski: Der letzte Fall einer beliebten Ermittlerin

Von Maximilian Haase

Eine beliebte Fernsehkommissarin verabschiedet sich: Im "Polizeiruf 110: Monstermutter" ermittelt Olga Lenski alias Maria Simon zum letzten Mal an der deutsch-polnischen Grenze. Ein Abschiedsfall, der es in sich hat.

Es hätte ein unaufgeregtes Ende für Olga Lenski werden können. Nach fast zehn Jahren beim "Polizeiruf 110" hatte Darstellerin Maria Simon beschlossen, die Rolle der beliebten TV-Ermittlerin an den Nagel zu hängen und sich neuen Zielen zu widmen. Ähnliches schrieb man für das Finale auch ihrer Figur ins Drehbuch: So beginnt der 18. und letzte Fall Lenskis, die bis 2015 gemeinsam mit Horst Krause ermittelte und seither an der Seite von Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) zu sehen war, bereits mit dem friedlichen Ausstieg der Kommissarin.

Lenski will sich beruflich neu orientieren, zuvor aber ihren verbleibenden Resturlaub gemeinsam mit der Tochter genießen. Doch von wegen Ruhe: Zum einen hat sie außer dem Dienststellenleiter niemanden über ihre Kündigung informiert – und zum anderen holt Letzterer die Ermittlerin für einen dringlichen Fall doch noch einmal zurück. Einen entspannten Abschied können Lenski und die Zuschauer im aufregenden "Polizeiruf 110: Monstermutter" jedenfalls vergessen.

Das liegt vor allem an der brutalen Tötung einer Jugendamtsmitarbeiterin, zu deren Aufklärung Lenski von Kommissariatschef Karol Pawlak (Robert Gonera) zurückgerufen wird. Unentspannt wird es aber auch, weil so ziemlich alle auf Lenski sauer sind. Raczek ist enttäuscht, weil sie sich ihm nicht anvertraute: "Seit fünf Jahren sind wir ein Team und ich erfahre vom Chef per Zufall, dass Sie nicht weitermachen?", wütet er völlig zu Recht. Sauer ist aber auch Lenskis Tochter Alma (Aenni Lade), die ihrer Mutter nach dem abgebrochenen Urlaub an den Kopf wirft: "Lass mich in Ruhe, ich hasse dich!"

Spannender Showdown

Überhaupt geht es – der Titel deutet es bereits an – viel um vertrackte Mutter-Kind-Beziehungen. Auch die brutale Tat scheint damit verknüpft zu sein: Die Ermittler, die sich trotz Vorwürfen und Streit zusammenraufen, machen nach dem Fund des Fluchtfahrzeugs eine junge Frau als Täterin aus, die erst am Morgen der Tat aus dem Gefängnis entlassen wurde. Louisa Bronski heißt sie, mit Luzia Oppermann herausragend besetzt und von der 26-Jährigen wunderbar brachial-wütend gespielt. Das Motiv ihrer von Verbitterung geprägten Zorn-Tour hängt einerseits mit ihrer kleinen Tochter zusammen, die in einer Pflegefamilie aufwächst – und andererseits mit ihrer Mutter, die ihr eine schlimme Kindheit bescherte.

Jene Nicole Bronski (Jule Böwe) wird von den Ermittlern befragt, um mehr über die vertrackten Umstände zu erfahren, von denen die junge Frau so zugerichtet wurde. "Manchmal haben wir es mit sehr gestörten Menschen aus sehr gestörten Verhältnissen zu tun", bringt eine Kollegin des Opfers auf den Punkt, womit Jugendämter oft überfordert sind. Immerhin gelingt den Kommissaren ein kleiner Erfolg: Nachdem die Mutter, die zu ihrer Tochter während der Haft und auch im Anschluss keinen Kontakt wollte, sich erst sträubt, bricht es letztlich doch aus ihr heraus – und der "Polizeiruf" gerät zum von Christian Bach spannend geschriebenen und inszenierten Krimi mit Familiendrama-Anleihen.

Beinahe zu spät kommt das allerdings für Hannwacker (Rainer Strecker), Anwalt der Täterin und einer der wenigen, der sie im Gefängnis besuchte. Er wird schwer verletzt in seiner Kanzlei aufgefunden, kurz nachdem Lenski ihn zum Verbleib seiner Mandantin befragen wollte. Von der Ermittlerin fehlt indes zunächst jede Spur – bis zum großen Showdown: Täterin Bronski entführt Lenski mit vorgehaltener Waffe, um ihre Tochter wiederzusehen. Wie gesagt: Ein entspanntes Finale ist der beliebten Ermittlerin nicht vergönnt. Dafür steht ihr Nachfolger bereits fest: Nach einem Solofall mit Raczek bekommt dieser ab Herbst mit André Kaczmarczyk einen Neuen an seine Seite gestellt.

Polizeiruf 110: Monstermutter – So. 31.01. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Mathias Liebing mit verschränkten Armen.
HALLO!

Mathias Liebing: „Der Fußball gehört im Osten wieder zur regionalen Kultur“

Mathias Liebing hat nach seiner Biografie über Norbert Nachtweih nun das Buch „Plattgemacht“ über die Entwicklung des Fußballs in Ost-Deutschland nach der Wende geschrieben. Im Gespräch mit prisma gibt er interessante Einblicke in die ostdeutsche Fußballseele.
Eine Grafik zum Weltgesundheitstag.
Gesundheit

Die Gesundheit im Blick

Der Weltgesundheitstag wird jährlich am 7. April gefeiert und erinnert an die Gründung der WHO 1948. Das diesjährige Thema lautet: "Gemeinsam für die Gesundheit. An der Seite der Wissenschaft". Deutschland begeht diesen Tag seit 1954 mit angepassten Schwerpunkten.
Dr. med. Ramtin Knuschke in einem weißen Kittel.
Gesundheit

Bluthochdruck: Was hilft, wenn Tabletten nicht mehr reichen?

Bluthochdruck bleibt oft trotz Medikamenten ein Problem. Die Nierennervenablation kann neuen Halt bieten, indem sie gezielt Nervenfasern in der Nierenarterie verödet.
Alexander Scheer vor einem roten Hintergrund.
HALLO!

Alexander Scheer: "Bowie hatte 35 verschiedene Leben"

Lola-Gewinner Alexander Scheer („Gundermann“, „Sonnenallee“) feiert als David Bowie im Stück „Heroes“ seit März 2025 große Erfolge in Berlin. Nun geht der Schauspieler und Sänger mit der Show, die am Berliner Ensemble regelmäßig ausverkauft ist, auf Tour. Im Interview spricht er über Bowies Musik und dessen Liebe zur Literatur.
Professor Dr. Sven Ostermeier ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin und Chirotherapie. Der Schulter- und Knieexperte arbeitet als leitender Orthopäde der Gelenk Klinik Gundelfingen. Außerdem ist er Instruktor der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie.
Gesundheit

Knie-Arthrose: Nur keinen Schongang einlegen

Knie-Arthrose muss nicht das Ende der Beweglichkeit bedeuten. Mit gezielten Übungen kann der Knorpel gestärkt und Schmerzen gelindert werden. Entdecken Sie einfache Bewegungsformen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
Getty Images
Reise

Mit KI zum perfekten Urlaub 

Künstliche Intelligenz (KI) kann die Reiseplanung vereinfachen. Viele Fluggesellschaften und Anbieter setzen bereits auf sie. Auch KI-basierte Apps erweisen sich als hilfreiche Assistenten.