Rund um den Michel
02.05.2026 • 17:15 - 18:00 Uhr
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Originaltitel
Rund um den Michel
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
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Rund um den Michel

Hafengeburtstag im Mai 2025 in Hamburg, wieder die größte Party an der Kaikante. Aber dort, wo drei Tage lang gefeiert wird, wird auch gearbeitet. Denn der Hamburger Hafen ist nicht nur Sehnsuchtsort, sondern auch wirtschaftliches Herz des Nordens. Und damit es gleichmäßig schlägt, braucht es viele zupackende Hände. Mehr Frauen in Hafenberufen: Ausbildung auf einem Schlepper Weltweit sind nur rund zwei Prozent aller Seeleute weiblich. Auch der Hamburger Hafen ist nach wie vor eine Männerdomäne, aber der Anteil der Frauen wird immer größer. Die Schlepperfirma Fairplay versucht gezielt, mehr Frauen für ihre Flotte zu gewinnen. Pauline Schirmeister ist eine davon, sie hat eine Ausbildung zur Schiffsmechanikerin begonnen. Oft ist sie seitdem als einzige Frau auf den Schleppern im Einsatz, zwei Wochen am Stück, Tag und Nacht. Die Schlepper machen noch während der Fahrt auf der Elbe an den riesigen Containerschiffen fest und helfen ihnen, sicher durch den Hamburger Hafen an ihre Liegeplätze zu kommen. Ein anspruchsvoller Job, bei dem Pauline nicht nur Maschinen und Technik verstehen muss, sondern auch ordentlich mit anpacken. Erste Ausfahrt auf der MS "Bleichen" Der Erhalt und der Betrieb vieler Traditionsschiffe im Hamburger Hafen wäre gar nicht darstellbar ohne das Engagement der vielen Ehrenamtlichen. Engagierte Menschen, die in ihrer "Frei"-Zeit unzählige Arbeitsstunden investieren, um ihre Lieblinge wie die "Cap San Diego" am Laufen zu halten. Ob im Maschineraum oder in der Kombüse, auf der Brücke oder an der Reling als Decksmann: sie sind das Herz der vielen Oldtimer im Hafen. Und auch die müssen regelmäßig geschult und trainiert werden. "Rund um den Michel" war bei der ersten Ausfahrt des Jahres 2025 auf dem Motorschiff "Bleichen" dabei. Mittagspause auf der Baustelle: Stärkung in Monkey#s Imbiss In Waltershof entsteht der Energiepark Hafen, ein Kraftwerk und Schlüsselprojekt für Hamburgs zukünftige Wärmeversorgung. Auf der riesigen Baustelle arbeiten täglich Hunderte Menschen. Und wenn die Mittagspause ansteht, sorgt Monkey's Imbiss für eine schnelle Stärkung. Unzählige hungrige Kunden wollen in kürzester Zeit versorgt werden, da kommt es auf präzise Planung und Teamarbeit an. Der kleine Imbiss wird so zum unverzichtbaren Bestandteil des Baualltags, der sicherstellt, dass der Arbeitsfluss auf der Großbaustelle im Hafen nicht ins Stocken gerät. Einer der letzten Traditionsbetriebe im Hafen: die Feltz Werft Die 1945 von Karl Feltz sen. auf Finkenwerder gegründete Werft hat früher Barkassen und auch Segeljachten mit Stahlrümpfen in Serie gebaut. Bis vor gut 15 Jahren wurde die Werft noch von den Söhnen des Werftgründers geleitet und dann von der Finkenwerder Bauunternehmerfamilie Heins übernommen. Inzwischen leitet Nicolaus Heins die Traditionswerft. Und auch in der Belegschaft hat sich ein Generationswechsel vollzogen. Viele junge Bootsbauer sorgen hier dafür, dass in der Werft weiterhin alte Barkassen und Arbeitsschiffe gewartet und repariert werden können. Matrosen-Marching-Band Mahoin auf der MS "Stubnitz" Die MS "Stubnitz" diente lange als ehemaliges Kühlschiff der DDR-Fischfangflotte. Gebaut 1964, ist sie der einzige schwimmende Konzertsaal Hamburgs. Am Liegeplatz in der Hafencity, unweit der Elbbrücken, finden Konzerte statt von Hardcorepunk bis Electronic. Zu neuen Ufern geht es hier mit voiceXchange: einer Reihe, die klassische Vokalmusik mit zeitgenössischen Genres verbinden soll und den Weg an ungewöhnliche Orte sucht. Zur zwölften Ausgabe der Konzertreihe am 26. Juni 2025 sind die Sängerinnen und Sänger des NDR Vokalensembles mit der Matrosen-Marching-Band mahoin an Bord gegangen. Die künstlerische Leitung übernahm die Musiktheater-Regisseurin Vendula Nováková. Die Lotsenversetzer Der Hamburger Hafen ist der drittgrößte Europas, 6785 Schiffe aus aller Welt haben 2024 in der Freien und Hansestadt festgemacht. Um auf dem schwierigen Weg über die Elbe in den Hafen Unfälle zu vermeiden, muss jedes Schiff von Elblotsen begleitet werden. Kurz vor Hamburg werden diese dann von den Hafenlotsen abgelöst, mitten während der Fahrt. Die Lotsen bei diesen gefährlichen Manövern sicher an Bord und vor allem wieder nach Hause zu bringen, ist Aufgabe der Lotsenversetzer der Flotte Hamburg, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Christian Schwieger und Dirk Lange müssen dafür an die fahrenden Schiffe heranfahren, und zwar genau an die Stelle, an der die Leiter hängt, damit der Lotse übersteigen kann. Und das Tag und Nacht und bei Wind und Wetter. Altenwerder Kirche in neuem Glanz Im Herzen des geschäftigen Hamburger Hafens erzählt die St. Gertrud Kirche als Relikt des ehemaligen Fischerdorfes Altenwerder Geschichten von Vergangenheit und Veränderung. Erbaut in den Jahren 1830 bis 1831, gilt sie als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Durch die Hamburg Port Authority erhält sie eine umfassende Sanierung, die ihren Erhalt sichern soll. Dachdeckermeister Hauke Carstens und sein Team widmen sich der anspruchsvollen Aufgabe, unter strengen Denkmalschutzauflagen das 750 Quadratmeter große Dach mit rund 9000 Dachpfannen zu erneuern. Parallel dazu bringt der Austausch der alten Ölheizung durch eine moderne Wärmepumpe Energieeinsparungen und steigert den Komfort für die Kirchengemeinde. Bernd Meyer vom Förderverein der Kirche hofft, dass die Gemeinschaft der ehemaligen Altenwerder die Kirche bald wieder nutzen kann. Hafenschiffer in der Ausbildung Für die Unternehmen im Hafen und die Barkassenbetreiber auf der Elbe und Alster werden Hafenschiffer gebraucht. Das ist eine dreijährige Ausbildung, in der junge Leute die Theorie und Praxis des Barkassenfahrens lernen. Kurz vor der Prüfung hat der eine oder andere Azubi noch kleinere Probleme. Winken zum Abschied: zwei Fans mit besonderer Leidenschaft Brigitte und Manuel sagen auf eine sehr spezielle Art Schiffen Tschüss, zumindest, wenn sie groß und weiß sind mit einem roten Kussmund am Bug. Die beiden sind absolute Fans der bekannten Kreuzfahrerflotte. Und deshalb treffen sie sich immer, wenn Schiff der AIDA-Flotte ausläuft und wünschen lautstark eine gute Reise. "Rund um den Michel" hat eine ihrer Abschiedszeremonien begleitet.

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