Schrecken der Meere - Das Rätsel der Monsterwellen
13.07.2025 • 19:30 - 20:15 Uhr
Info, Dokumentation
Lesermeinung
Die vielleicht bekannteste Darstellung einer Monsterwelle: "Die große Welle vor Kanagawa" von Katsushika Hokusai aus dem frühen 19. Jahrhundert. In Japan werden Wellen wie diese Sankaku Nami genannt.
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Sie sind eines der gefährlichsten Geheimnisse der Ozeane: Plötzlich auftretende Riesenwellen, sogenannte Monsterwellen. Sie können eine Gefahr für die Schifffahrt sein.
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Kapitän Karl-Ulrich Lampe ist einer der wenigen Menschen, der eine extreme Monsterwelle erlebt und überlebt hat.
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Das Expeditions-Kreuzfahrtschiff Caledonian Star traf am 2. März 2001 auf eine Riesenwelle von über 30 Meter Höhe.
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Originaltitel
Monsterwellen
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Dokumentation

"Wie ein Schlag mit dem Hammer": Die Wahrheit über Monsterwellen

Von Paula Oferath

Eine Wasserwand baut sich auf – bis zu 35 Meter hoch. Kapitäne kämpfen ums Überleben, und Forschende suchen nach Antworten: Es wird mal wieder spektakulär bei "Terra X". Die Doku geht dem Rätsel der "Monsterwellen" auf den Grund.

Hohe Wellen, unendlicher Regen und pure Dunkelheit. So stellt man sich die düstere See vor. Doch was passiert, wenn inmitten diesem Naturereignis ein Schiff zu sinken droht? Die neue "Terra-X"-Folge "Schrecken der Meere – das Rätsel der Monsterwellen" (Sonntag, 13. Juli, 19.30 Uhr, im TV oder ab Mittwoch, 9. Juli, 10.00 Uhr, im ZDF streamen) geht dem Phänomen der sogenannten "Monsterwellen" auf den Grund.

Bereits zu Beginn des Beitrags drängt sich eine Erkenntnis auf: Wassermassen umgeben uns, bestimmen unser Klima, formen unsere Küsten. Mehr als zwei Drittel der Erde bestehen aus Wasser, und dennoch tappen wir oft im Dunkeln, wenn es um die Weltmeere geht. Die Erforschung der Ozeane ist in vollem Gange, aber noch lange nicht abgeschlossen. Monsterwellen tat man lange als Seemannsgarn ab. Doch heute erkennt die Forschung ihre Existenz an, dokumentiert ihre Gewalt, analysiert ihre Entstehung. Die "Terra X"-Folge betrachtet das Phänomen sowohl durch die Linse der Wissenschaft als auch aus der Perspektive derjenigen, die diesen Naturgewalten ausgeliefert sind.

"Das war's wohl jetzt"

Bis zu 35 Meter türmen sich die Wellen auf. Doch wie wachsen sie so gewaltig heran? Wann entstehen sie, wo schlagen sie am häufigsten zu? Kapitän Karl-Ulrich Lampe erinnert sich eindrücklich an seinen Kampf mit der Natur. 2001 überlebte er eine Monsterwelle. "Wenn man in diese Extremgebiete fährt, wie ich das die letzten 25 Jahre gemacht habe, dann regen eine Windstärke sieben oder acht nicht auf", sagt er rückblickend. Doch an jenem Tag eskalierte die Lage. "Mein erster Gedanke war, das war's wohl jetzt", erinnert sich Kapitän Lampe, als eine 30 Meter hohe Welle gegen sein Schiff schlug. Es habe sich angefühlt wie "ein Schlag mit dem Hammer".

Auch Amin Chabchoub und Takuji Waseda spüren die Wucht der Monsterwellen – nicht auf hoher See, sondern im Labor. Sie beobachten, simulieren, berechnen. In einem Wellenkanal rekonstruieren sie, wie sich die Riesenwellen entwickeln. Die Doku begleitet sie dabei und folgt dem "Terra X"-Team bis nach Japan. Dort bauen sich besonders häufig riesige Wellen auf. Wie verhalten sich Menschen, die mit der ständigen Bedrohung durch Monsterwellen leben? Wie reagieren sie, wenn sich das Wasser plötzlich aufbäumt? Welche Prognosemöglichkeiten gibt es?

Trotz aller Risiken zieht es viele Menschen nach wie vor auf Hochseeschiffe. Sie reisen, entdecken, entspannen und setzen sich dabei unbewusst einer Naturgewalt aus, die jederzeit zuschlagen kann. Die Doku zeigt, dass es immer wieder zu Unglücken kommt. Und sie wirft die Frage auf, wer letztlich Verantwortung trägt, wenn Kreuzfahrtschiffe mit der Wucht der Monsterwellen konfrontiert sind.

Terra X: Schrecken der Meere – das Rätsel der Monsterwellen – So. 13.07. – ZDF: 19.30 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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