Der See und die feuchtgrünen Niederungen am Dümmer sind ein beliebtes Ziel für Urlauberinnen und Urlauber. Viele Einheimische leben vom Tourismus und können es kaum erwarten, dass endlich die Saison losgeht. Für andere sind die nassen Wiesen Lebensgrundlage für ihr Vieh, das hier im Naturschutzgebiet weidet. Weil in diesem kostbaren Ökosystem aber auch zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten heimisch sind, kämpfen Naturschützer gegen zu viel Tourismus und für mehr geschützten Lebensraum im Schilf. Die Dokumentation aus der Reihe "die nordstory" begleitet Menschen am Dümmer durch ein ganzes Jahr und zeigt, vor welchen Herausforderungen Gastronomen, Campingplatzbetreiber, Freizeitanbieter, Viehwirte und Naturschützer stehen, je nachdem ob sie den See wirtschaftlich nutzen oder seine Natur schützen wollen. Für den ehemaligen Schausteller Uwe Kunz ist es die erste Saison am Dümmer. Er ist der Neue am See und hat den Kanu- und Tretboot-Kiosk am Uhrturm als neuer Betreiber wiedereröffnet. Die Kundschaft rennt ihm von Anfang an den Laden ein, und er steht ohne Erfahrung und ohne Hilfe vor einem Berg voller Arbeit. Gemächlicher geht es zu bei Georg Klostermann. Der über 80-jährige Parkplatzwächter kann über den Trubel am Kiosk nur den Kopf schütteln. Währenddessen läuft in der Fischräucherei von Marc Hoffmann der Betrieb auch wieder voll an, endlich gibt es wieder Aal satt am Dümmer. Für die Naturschützer ist es ein aufregendes Jahr, das mit dem Schutz von Uferzonen beginnt und mit der Suche nach einem seltenen Vogel, der Rohrdommel, endet. Der Dümmer ist Niedersachsens zweitgrößtes Binnengewässer und sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch von großer Bedeutung für die Region. Verschiedene Interessensgruppen teilen sich den See: Freizeitanbieter und Fischereibetriebe brauchen die Besucherinnen und Besucher, auch Landwirtschaftsbetriebe hoffen auf mehr Kundschaft für ihr Fleisch der Tiere von den Dümmer-Wiesen. Den Naturschützern geht dies zum Teil zu weit. Sie kämpfen seit Jahren für mehr Artenvielfalt am See und fürchten nun, die Natur könnte leiden, wenn noch mehr Gäste kommen.
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