Tanganjika - Das Meer im Herzen Afrikas
25.04.2026 • 10:25 - 11:10 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Lesermeinung
Eine Schimpansenfamilie versteckt sich im dichten Wald des Mahale-Mountains-Nationalparks in Tansania.
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Am Tanganjikasee fischen nur Männer: Die Frauen kümmern sich um den Fischhandel.
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Die dicht bewaldeten und unbewohnten Berghänge des Mahale-Mountains-Nationalparks in Tansania sind wie geschaffen für Primaten.
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Dickhäuter: Wo sonst außer am Tanganjikasee könnten sie täglich und mühelos 200 Liter sauberes Wasser trinken?
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Produktionsland
A, D
Produktionsdatum
2020
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Tanganjika - Das Meer im Herzen Afrikas

Der Tanganjikasee ist mit über 15 Millionen Jahren einer der ältesten Seen der Welt. Die Evolution hat rund 240 Buntbarscharten hervorgebracht, einzigartig vielfältig und anpassungsfähig. In diesem gigantischen Freilandlabor beobachtet der Evolutionsforscher Christian Sturmbauer unter Wasser, wie diese verschiedensten Arten entstehen. In den Küstenwäldern fühlen sich Schimpansen wohl und während der Trockenzeit besuchen auch Elefantenherden den Süßwassersee. Doch das Naturparadies kämpft ums Überleben. Etwa elf Millionen Menschen nutzen den See als Lebensgrundlage und die Populationsdichte steigt. Rund um den See sind die Wälder vielfach gerodet und der See leidet an Überfischung. Der Tansanier Amiri Hussein fischt heute anders als einst sein Vater - mit überdimensional großen Netzen, fünf Meter langen Baumstämmen, LED-Lichtern und Autobatterien. Die aufwendige Methode ist die letzte Hoffnung für die Fischer, um im Tanganjikasee noch an Beute zu kommen. An der südlichen Seespitze in Sambia kämpft der Ökologe Craig Zytkow um das Überleben des Naturparadieses. Der am See gelegene Nsumbu-Nationalpark wurde von Wilderern fast leer geschossen. Von der einstigen reichen Fauna fehlt jede Spur. In der größten Umsiedlungsaktion in der Geschichte des Tanganjikasees holt Craig ganze Zebra- und Büffelherden zurück in das Gebiet.

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