Unsere Berge
13.01.2025 • 20:15 - 21:00 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Lesermeinung
Eine Murmeltierfamilie.
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Ein Steinbock am verschneiten Hang.
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Blick zum Wettersteingebirge.
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Junge Murmeltiere.
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Originaltitel
Unsere Berge Im Wandel
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Nicht ewig grüßt das Murmeltier

Von Hans Czerny

Drei Arten, Alpenschneehuhn, Murmeltiere und Steinböcke, beobachtet der Naturfilmer Jürgen Eichinger mit der Kamera. Die Herausforderung im Hochgebirge ist schwer genug. Doch mit dem Klimawandel und ansteigenden Temperaturen kommt eine schlimmere Gefahr hinzu.

Über Jahrtausende haben sich die in der neuen "Erlebnis Erde"-Doku porträtierten Tierarten im unwirtlichen Hochgebirge an ihre Umgebung angepasst. Der Steinbock, Ende des 19. Jahhunderts von Jägern fast ausgerottet, hüpft mitsamt seinen mitunter einen Meter langen Hörnern artistisch von Stein zu Stein, als wäre das eine Kleinigkeit. Dank seines dichten Fells hält er es bis zu minus 35 Grad im Winter aus. Doch im Sommer wird das dichte Fell zur Plage. Das Schneehuhn wiederum ist, mal gescheckt, mal weiß wie der Schnee an die Umgebung angepasst. Während das Murmeltier genug Fett angefressen hat, um im Winterbau zu überleben, Das alles ist in tollen Bildern zu bestaunen.

Auch, wenn sich der Naturfilm "Überleben im Gebirge" aus der Reihe "Unsere Berge" (BR) so heimelig-drollig ausnimmt, wie der Naturfilm zu Bernhard Grzimeks Zeiten einmal war, und auch wenn sich das Alpenpanorama vom Allgäu bis Berchtesgaden von seiner schönsten Seite zeigt: Gefährdet sind sie doch, das Alpenschneehuhn, das Murmeltier und der Alpensteinbock. Auf letzteren prasseln Steinschläge und herabstürzende Schneewände ein – Flucht unmöglich. "Oft verlieren ganze Rudel ihr Leben", so erfahren wir.

Dort, wo der Wind den Schnee verweht hat, suchen sie ihre Nahrung alle drei. Manche mit Tricks, wie das Schneehuhn, das zu spärlichen Gräsern Steine frisst, die beim Zermahlen der Nahrung helfen. Doch das nächste Frühjahr kommt bestimmt. Allerdings droht dann eine nicht mehr ganz neue Herausforderung: die zunehmende Erderwärmung. Das Murmeltier, ohne Schweißdrüsen, kann nicht schwitzen, dem Steinbock ist es in seinem dichten Fell zu heiß, wie auch dem Alpenschneehuhn in seinem dichten Federkleid.

Werden die porträtierten Arten langfristig die ansteigenden Temparaturen überstehen? Wird sich ihre Zukunft dramatisch verändern? Bis dorthin sehen wir uns noch manchen beschaulichen, nicht sonderlich beunruhigenden Tierfilm wie diesen an. Die Nahaufnahmen ohne die anbiedernde Vermenschlichung machen es möglich. Familientauglich ist das allemal.

Erlebnis Erde: Überleben im Gebirge – Mo. 13.01. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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