Von Panzern und Geschossen
21.07.2026 • 18:15 - 18:45 Uhr
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Originaltitel
Von Panzern und Geschossen - Arbeiten in Deutschlands größtem Rüstungswerk
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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Von Panzern und Geschossen

Timo T. beschreibt seinen Arbeitsplatz: "Wir arbeiten hier mit Sprengstoff. Wir verarbeiten hier keine Nudeln, sondern uns muss schon bewusst sein, was wir hier machen." Und der Job ist einzigartig. Timo T. arbeitet in der modernsten Munitionsfabrik Deutschlands. Im August 2025 wurde sie eröffnet. Der 34-Jährige ist Abteilungsmeister in der Produktionshalle für Munition des Rheinmetall-Konzerns in Unterlüß und als Problemlöser gefragt. Sobald es bei der Sprengstoffpressung hakt, stoppen die Maschinen und Timo T. muss handeln. Er soll dafür sorgen, dass die "Zeitenwende" nicht ins Stocken gerät. Jede Fehlermeldung, jede ausgefallene Maschine in der vollautomatischen Munitionsfabrik kostet Zeit und damit Geld. "Die Nordreportage" gewährt exklusive Einblicke in Deutschlands modernste Munitionsfabrik und zeigt, was es braucht, damit Woche für Woche Tausende Artilleriegeschosse gebaut werden können. Der Film begleitet außerdem im Werk nebenan die Produktion des Schützenpanzers Puma vom ersten Zusammenschweißen bis zur spektakulären Schussabnahme auf Europas größtem privaten Schießplatz. Einer, der jeden Tag am Puma baut, ist Daniel M. Als Soldat war er selbst in Afghanistan, jetzt schraubt er am Schützenpanzer Puma. "Wir sind keine Bandarbeiter, wir sind eine reale Manufaktur. Alles Handarbeit!", sagt der gelernte Kfz-Mechaniker. Die Arbeit im größten Werk von Rheinmetall hat sich verändert. Das merkt auch Torsten G. Seit fast 30 Jahren arbeitet der Teamleiter in Unterlüß und hat die Entwicklung des Standorts vom überschaubaren Werk zum Herzstück des Konzerns miterlebt. Früher habe er fast jeden Mitarbeitenden persönlich gekannt, erzählt er. Heute arbeiten mehr als 4000 Menschen am Standort - Tendenz steigend. Der Druck ist gestiegen, denn was in Unterlüß gebaut wird, soll die Sicherheit Europas gewährleisten. Doch nicht alle sind davon begeistert. Einmal im Jahr protestieren Friedensaktivisten vor den Werkstoren - auch wenn die Demos von Jahr zu Jahr kleiner werden. Die einen protestieren gegen den Rüstungskonzern, die anderen möchten gern Teil davon sein und für Rheinmetall arbeiten. Leonie W. muss diese Bewerbungen managen. Allein 2025 gingen an den deutschen Rheinmetall-Standorten rund 230.000 Bewerbungen ein. Leonie W. ist seit Anfang des Jahres Personalreferentin, führt Vorstellungsgespräche und weist die "Neuen" ein. Ohne die Arbeit der 23-Jährigen könnten die immer neuen Aufträge im Werk in Unterlüß nicht bewältigt werden. "Die Nordreportage" blickt hinter die Werkstore des größten deutschen Rüstungsunternehmens und stellt dabei eine zentrale Frage: Wie gelingt es, unter Hochdruck modernste Verteidigungs- und Kriegstechnik zu produzieren? Und was macht diese Arbeit mit den Menschen, die täglich an und mit den Waffen arbeiten? Der Film zeigt nicht nur die Produktion von Munition und Panzern, sondern auch die Menschen dahinter: Arbeiterinnen und Arbeiter, zwischen Verantwortung, Stolz, Belastung und persönlichem Alltag.

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