White Tiger und das Sadisten-Netzwerk 764
29.04.2026 • 22:15 - 23:00 Uhr
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Originaltitel
White Tiger und das Sadisten-Netzwerk 764
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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White Tiger und das Sadisten-Netzwerk 764

Ermittler sind fassungslos: Der Fall eines Hamburger Jugendlichen führt zum Online-Netzwerk 764, in dem Minderjährige weltweit zu Selbstverletzungen, Gewalt und Mord drängen. Die Dokumentation rekonstruiert, wie Täter in sozialen Medien, Messengerdiensten und Onlinespielen Minderjährige ansprechen und sich als verständnisvolle Freunde ausgeben. Was vertraut beginnt, kann in psychischer Abhängigkeit, Erpressung und Gewalt enden. Im Online-Netzwerk 764 werden die Opfer dazu gedrängt, weitere Opfer zu rekrutieren, sich und andere massiv selbst zu schädigen, im schlimmsten Fall sogar Suizidversuche oder schwere Gewalttaten zu begehen. Das ist weit mehr als Cybergrooming. Die Gefahr ist oft nur einen Klick entfernt und lauert sowohl in speziell für Kinder entwickelten Spielen als auch auf Social-Media-Plattformen. Roblox, TikTok, Instagram & Co.können zur tödlichen Falle werden - ein vermeintlich harmloser Chat mit einer fremden Person kann Tätern die Tür ins Kinderzimmer öffnen. Gerade Heranwachsende sind anfällig für Manipulation und Erpressung. "Täter und Täterinnen gehen immer dorthin, wo sich Kinder und Jugendliche bewegen. Das liegt in der Natur der Sache", sagt Kinderschutzexpertin Julia von Weiler. "Das Smartphone ist das ultimative Tatmittel. Ein Grund, warum viele Eltern die Bedrohung ihrer Kinder oft lange nicht bemerken." Die Recherche von "Die Spur" zeigt, wie sadistische Netzwerke funktionieren: ein loses digitales Geflecht aus Tätern, Mitläufern und Nachahmern, das sich international ausdehnt und ständig neue Ableger bildet. Die Täter und Täterinnen wissen dabei genau, wie sie sich vernetzen und Spuren im digitalen Raum schnell wieder verwischen können. Weltweit ist das eine Herausforderung für Ermittlungsbehörden: "Der Grad der Verrohung, den wir da erlebt haben, der ist einfach wirklich unbeschreiblich", berichtet der Hamburger LKA-Chef Jan Hieber. Die Dokumentation erzählt die Geschichten von Kindern und Familien, die in die Fänge von 764 geraten sind und zeigt die ganze Dimension eines Abgrunds, der Fragen für Politiker, Plattformbetreiber und Eltern aufwirft. Mehr unter https://diespur.zdf.de

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