Serie, Zeichentrickserie
Wir Kinder aus dem Möwenweg
Wir beerdigen einen Vogel: Wenn es darauf ankommt, halten die Kinder vom Möwenweg zusammen. Zum Beispiel dann, wenn ein Vogel stirbt und von allen gemeinsam zu Grabe getragen werden muss. Leider ist ein Vögelchen gegen die Fensterscheibe geflogen und liegt jetzt tot auf Taras Veranda. Natürlich kann es da nicht liegen bleiben. Es muss mit allen, was dazu gehört, im Garten bestattet werden! Die Jungs spielen Fußball, die Mädchen spielen mit den Kaninchen, Maus lutscht ein Eis und Taras Mama ist in aller Seelenruhe am Putzen. Doch plötzlich ist es mit der Idylle vorbei! Ein Vogel rauscht gegen die Fensterscheibe und bleibt auf der Veranda der Johannsons liegen. Von Maus Geschrei aufmerksam gemacht, stürzen alle Kinder eilig zusammen, doch dem Vogel ist nicht mehr zu helfen. Er ist tot. Und weil man ja nun das arme Tier nicht ohne Grab lassen will, erklärt sich Vincent schnell zum Beerdigungsunternehmer und schachtet mit Petja und Laurin, seinen Gehilfen, eine Grube im Garten aus. Die Mädchen packen den Vogel in einen Karton und alle Kinder zusammen machen eine Beerdigung, die nichts zu wünschen übrig lässt: mit Blumen, Grabkreuz, Trauermusik und einer Rede. Das ist so schön, dass Maus Geschmack an Beerdigungen zu finden scheint: die Gräten vom Fisch, den es heute zum Mittagessen gibt, sollten eigentlich auch einen Grabhügel bekommen - oder? Wir backen Kekse: Eigentlich soll Vincent für die Schule büffeln. Doch viel lieber leistet er natürlich seinen Freunden Gesellschaft beim Plätzchen backen. Keine Frage - das dürfte eine Menge Ärger geben. Denn Vincents Mama Zita-Sybill nimmt es mit dem Lernen sehr genau. Schließlich möchte sie in Vincent den besten und klügsten Jungen weit und breit sehen. Auf keinen Fall wird sie es durchgehen lassen, dass sich Vincent einfach aus dem Staub gemacht hat. Während sich alle Möwenweg-Kinder darauf freuen, nach der Schule gemeinsam Plätzchen bei den Kleefelds zu backen, ist Vincent ziemlich sauer. Seine Mutter hat ihn dazu verdonnert, zuhause für einen Mathe-Test zu lernen. Doch Vincent kann der Versuchung nicht widerstehen. Kaum verlässt Mama Zita-Sybill das Haus, ist er wieder an der Seite seiner Freunde. Es macht eben einen Riesenspaß, den Teig anzurühren, die Plätzchen auszustechen und sie endlich in den Backofen zu schieben. Blöd ist nur, dass die Kinder bei all dem Trubel in Oma Kleefelds Küche nicht bemerken, dass Zita-Sybill vom Einkauf wieder nach Hause kommt - und dort vergeblich nach ihren Sohn Vincent sucht. Ist der etwas ausgebüxt? Wütend macht sie sich auf die Suche, und tatsächlich dauert es nicht lange, das steht sie auch schon bei Kleefelds vor der Haustür. Nun ist guter Rat teuer. Was tun, um Vincent ein Donnerwetter zu ersparen?