plan b: Digitale Kollegen im Einsatz
26.04.2026 • 15:30 - 16:15 Uhr
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Originaltitel
Digitale Kollegen im Einsatz - Wie KI und Robotik unsere Jobs verbessern
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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plan b: Digitale Kollegen im Einsatz

Künstliche Intelligenz und Robotik krempeln unsere Arbeitswelt um. Neben der Sorge um Jobs eröffnen sie auch neue Chancen, wenn Maschinen gefährliche oder monotone Aufgaben übernehmen. KI gestützte Robbenzählung an der Ostsee, körperliche Entlastung im OP, ein autonomer Gleisroboter und Drohnen für Medikamententransporte in Malawi zeigen, wie künstliche Intelligenz Arbeit sicherer macht und Berufe verändert. "Wir nehmen niemandem Arbeit weg", davon ist Unternehmerin Sabrina Hellstern überzeugt. Zusammen mit Claudia Sodha hat sie ein Assistenzsystem für Chirurgen entwickelt. Bei Operationen stehen die Ärzte normalerweise stundenlang vornübergebeugt am OP-Tisch. Die auf Dauer ungesunde Körperhaltung kann Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen. Entlastung soll die Erfindung der Frauen bringen, eine Mischung aus Exoskelett und Roboter - das RoboCockpit noac. Ihr nächstes Ziel ein Roboter, der Instrumente anreichen kann, um das knappe Pflegepersonal anderweitig einsetzen zu können. Zu den Aufgaben von Finn Viehberg vom WWF Büro in Stralsund gehört die regelmäßige Robbenzählung entlang der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Seit kurzem setzt der Biologe im Pilotprojekt RobbenBlick auf automatisiertes Zählen mithilfe künstlicher Intelligenz. Dabei wird die KI trainiert, Robben auf Fotos und Luftaufnahmen zu erkennen. Bislang musste Viehberg unzählige Fotos in tagelanger Arbeit mühsam selbst auswerten. "Wenn das eine Maschine für uns übernehmen kann, haben wir mehr Zeit, uns auf weitere wichtige Dinge zu konzentrieren." Drohnen nutzen KI, um ihre Umgebung beim Navigieren zu erkennen. Sie sind innovative Hilfsmittel, die vielfältig eingesetzt werden, etwa zur Lieferung von Paketen oder auch in gefährlichen Situationen. Tom Plümmer hat den Wingcopter entwickelt, eine Mischung aus Helikopter und Tragflächendrohne. In Malawi baut er einen neuen Standort auf und bildet Einheimische im Drohnenfliegen aus: "Mittlerweile sind es über 20 Jugendliche, die von null an alles gelernt haben und jetzt future technology bedienen." Mit den Drohnen werden Medikamente und Impfstoffe in abgelegene Gebiete transportiert. Sanierungsarbeiten am maroden Schienensystem sind hart und langwierig. Die Verletzungsgefahr der Gleisarbeiter ist hoch, die Nachbesetzung schwierig. "Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, etwas zu automatisieren, was einerseits den Arbeitern hilft, andererseits höhere Qualität der Infrastruktur liefert", sagt Thomas Weis vom Bahntechnik-Spezialisten Robel. Das Unternehmen entwickelte einen Roboterarm, der die Reparatur vollautomatisch übernimmt und dadurch den Job des Gleisschweißers verändert. In Rotterdam wird er getestet.

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