John Cassidy ist unter erbärmlichen Bedingungen in einem Dubliner Arbeiterviertel aufgewachsen. Eine Erfahrung, die sein Leben prägt: Er engagiert sich für die irische Freiheitsbewegung und entwickelt sich als Schriftsteller zu einem leidenschaftlichen Anwalt der Entrechteten.

Ein Leben wie ein Film: Jack Cardiffs dramatische, farbige und bewegte Biografie - für die als Regisseur ursprünglich John Ford vorgesehen war, der aber wenige Tage nach Beginn der Dreharbeiten erkrankte - zeichnet die Jugend des irischen Dramatikers Sean O'Casey nach. Als "Young Cassidy" gibt Rod Taylor eine charismatische Vorstellung. Doch trotz vieler gelungener Ansätze merkt man dem Werk an, dass zwei Regisseure tätig waren. Was der große John Ford meisterlich begonnen hatte, wurde von Cardiff weniger gekonnt umgesetzt. Trotzdem ist dies eine sehenswerte, weil bunt-schillernde Biografie des Literaten.

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