Paris in den Zwanzigerjahren: Ex-Offizier Aurélien, ein gelangweilter, versnobter und zynischer Frauenheld, leidet unter den Erinnerungen an den Krieg und steht der neuen Gesellschaft teilnahmslos gegenüber. Doch dann beobachtet er auf einer mondänen Party die eher unauffällige Bérénice, eine junge verheiratete Frau aus der Provinz, die die Ferien bei ihrem Cousin Edmond in Paris verbringt. Dieser hat offensichtlich die Absicht, Aurélien und Bérénice in ein amouröses Abenteuer zu verstricken, und lässt keine Gelegenheit aus, ein Zusammenkommen der beiden zu organisieren. Zwischen den beiden entsteht - fast gegen ihren Willen - eine unerklärliche Zuneigung, die bald zur Liebe werden soll ...

Arnaud Sélignac erweckt in seinem prächtig ausgestatteten TV-Zweiteiler stilsicher und bildgewaltig das Paris der frühen Zwanziger zu neuem Leben. Der Regisseur verfilmte hier den berühmten, 1944 erschienenen Roman "Aurélien" des französischen Dichters und Schriftstellers Louis Aragon (1897-1982), der als einer der Begründer der surrealistischen Bewegung gilt. Das Drehbuch verfasste der renommierte Autor und Romancier Eric-Emmanuel Schmitt, der mit seinen Vorlagen für Filme wie "Liebeslust und Freiheit", "Gefährliche Liebschaften" und "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" bekannt wurde. In der Hauptrolle des Aurélien glänzt der aus Nizza stammende Charakterdarsteller Olivier Sitruk ("Der Lockvogel", "Monsieur Batignole", "Als ich sieben war", "Der Bibelcode"). An seiner Seite ist Romane Bohringer ("Mina Tannenbaum", "Die Auferstehung des Colonel Chabert", Liebe und Lügen", "Zwei Frauen in Paris") zu sehen, die Tochter von Richard Bohringer und eine der großen Hoffnungen des französischen Schauspiels. Achten Sie auf die deutsche Musicaldarstellerin und Chansonsängerin Ute Lemper in der Rolle der Rose Melrose!

Foto: arte F/Superwoman Production/Pierre Guibert