St. Helena 1818: Todkrank blickt der einst große Feldherr Napoléon auf sein bewegtes Leben zurück. Die Familie seiner ersten Ehefrau Joséphine öffnet dem damals bereits hoch verdienten General gesellschaftlich alle Türen und er wagt den Sprung an die Spitze des Staates, krönt sich selbst zum Kaiser und will ganz Europa unter seine Herrschaft bringen ...

Yves Simoneau ("Nürnberg - Im Namen der Menschlichkeit") inszenierte mit großem Aufwand diesen bunten Vierteiler, der sich durchaus bemüht, das Leben des einstigen Regenten historisch fundiert wiederzugeben. Dabei konnte der Regisseur auf eine namhafte, internationale Schauspielriege setzten. Der vierteilige TV-Film stellt Napoleon in all seinen Facetten und Widersprüchen dar und stützt sich dabei auf die Bestseller-Biographie von Max Gallo. Im Mittelpunkt steht der Mensch, keine Legende, kein überlebensgroßer Held. Napoleons beispiellose Karriere, seine Macht, seine Politik und sein Privatleben entwerfen das Bild eines Mannes, das zum einen den historischen Fakten und Ereignissen gerecht wird, aber auch persönliche Eigenschaften wie zum Beispiel seinen ausgeprägten Familiensinn und seine zärtliche Leidenschaft für das weibliche Geschlecht zum Ausdruck bringt. Bis Frühjahr 2002 fanden die Dreharbeiten in Frankreich, Österreich, Tschechien, Ungarn, Kanada, Marokko und auf St. Helena statt. Über einen Zeitraum von 24 Wochen wurde an mehr als 120 Schauplätzen in sieben Ländern und in zehn der schönsten europäischen Schlösser gedreht. Einer der Höhepunkte sind die Aufnahmen im prachtvollen Schloss von Versailles, wo zum ersten Mal im Schlafgemach Marie Antoinettes gefilmt werden durfte. In den Schlachtszenen sind mehr als 3000 Pferde, 10000 Soldaten und zahlreiche Spezialeffekte zu sehen.