In dem Tabakwarenladen von Auggie Wren in Brooklyn gehen seltsame Gestalten ein und aus. Viele von ihnen haben ihre eigene Geschichte, ihr eigenes Schicksal, von denen Auggie schon 'mal das ein oder andere erfährt: Da ist der Schriftsteller Paul Benjamin, der sich nicht nur seine "Schimmelpenicks", sondern auch Anregungen für seine Stories bei Auggie holt. Doch seit seine Frau bei einem Banküberfall im Kugelhagel starb, klemmt Pauls Kreativität. Deshalb nimmt er den rastlos umherirrenden jungen Schwarzen Rashid bei sich auf, der einen Job bei Auggie bekommt. Doch eigentlich ist Rashid auf der Suche nach seinem Vater, den er noch nie gesehen hat ...

Drehbuchautor Paul Auster - der mit Paul Benjamin ein alter ego präsentiert - und Regisseur Wayne Wang tauchen gemeinsam in einen Mikrokosmos mitten im New Yorker Stadtteil, zeigen episodenhaft Begebenheiten aus dem Leben der Leute von nebenan, ohne dabei auf falsches Pathos zu setzen. Ein vom Budget kleiner Film über die Entstehung von Geschichten, wie Geschichten Menschen verbinden können, wie sie erzählt werden und wie Zufälle das Leben bestimmen können. Das große Plus des Films liegt in der Authentizität und in der brillanten Verkörperung der äußerst lebendigen Figuren. Übrigens: Die Episoden gehen in dem Nachfolger "Blue in the Face - Alles blauer Dunst" weiter. 1999 legte Autor Paul Auster "Lulu On The Bridge" seine erste Regie-Arbeit vor, in der Harvey Keitel ebenfalls die Hauptrolle spielt.

Foto: ZDF/Miramax1995/Lorey Sebastian