Makelloser Teint, seidiges und perfekt in Form liegendes Haar, angenehmer Duft: Unzählige Produkte für die Körperpflege verhelfen uns täglich zu einer attraktiven Optik. Aber wie eigentlich? Unsere Serie nennt gängige Inhaltsstoffe von Shampoo, Deo und Co. und erklärt, was sich hinter ihren komplizierten Bezeichnungen verbirgt.

Die allermeisten Pflegeprodukte kommen kurz oder dauerhaft in Kontakt mit der Haut – unserem größten und aufnahmefähigsten Organ. Da ist es sinnvoll, darauf zu achten, was wir auftragen, sprühen und einmassieren. Für Konsumenten sind vor allem Pflegeeigenschaften interessant und daher auf dem Produkt meist deutlich hervorgehoben: feuchtigkeitsspendend, schweißbindend, mattierend beispielsweise. Genauso aufmerksam sollten sich Gesundheitsbewusste die gesetzlich vorgeschriebene Inhaltsstoffliste ansehen – das Kleingedruckte. Die befindet sich auf dem Produktetikett, bei kleinen Helfern wie Lippenstift am Regal im Geschäft, auf einem Beipackzettel oder der Umverpackung.

Zu den am häufigsten eingesetzten Inhaltsstoffen in Kosmetika gehört Alkohol, auch als Ethanol bezeichnet. Meist kommt die Substanz in denaturierter (vergällter) Form zum Einsatz, zum Beispiel in Parfums, Haarsprays, Anti-Pickel-Produkten, Make-up und Bodylotions. Alkohol denat. kann Weichmacher enthalten, sogenannte Phthalate. Diese beeinflussen Tests zufolge den Hormonhaushalt. Alkohol wird in Körperpflegeprodukten unter anderem wegen seiner antibakteriellen und damit geruchsneutralisierenden Wirkung eingesetzt, etwa in Reinigungswassern, Deodorants und Cremes, und dient vor allem als Konservierungsmittel. Auch als Lösungsmittel findet Alkohol Verwendung, damit sich sämtliche Substanzen eines Produktes gut vermischen, wie in Körperlotionen oder Parfums. Konsumenten mit empfindlicher Haut sollten sparsam mit alkoholhaltigen Produkten umgehen oder auf alkoholfreie umsteigen.

Gereizt und geschädigt

Aluminium ist in vielen Deos der Aktivstoff, der die Achseln lange trocken hält. Auf der Inhaltsstoffliste taucht dieser Schweißhemmer unter anderem auch als Aluminium Chlorohydrate, Silicate, Stearate, Powder oder in Form des Namensbestandteils "Aluminium Zirkonium" auf. Aluminiumsalze verschließen die Poren – lokale Reizungen und Entzündungen können entstehen, da die Haut an ihrer natürlichen Entgiftung gehindert wird. Über die Haut gelangt Aluminium in den Körper. Es gilt als zell- und nervenschädigend, kann zu Knötchenbildung führen und steht in Zusammenhang mit der Begünstigung von Brustkrebs und Alzheimer. Inzwischen verzichten einige Hersteller bei ihren Deos und Antitranspirants auf den Inhaltsstoff. Auch zertifizierte Naturkosmetik-Produkte sind in der Regel frei von Aluminium.