Bei hohen Temperaturen gehört Grillen zur Freizeit und dem geselligen Beisammensein einfach dazu. prisma zeigt, worauf man beim perfekten Barbeque achten sollte.
Für die meisten Menschen bedeutet Grillen vor allem Spaß. Und der ist nach gängigen Klischees ja oft das Gegenteil von Vernunft und gesunder Küche. Da sich die Zeiten mittlerweile gewandelt haben und gesund nicht mehr automatisch mit „nicht lecker“ verwechselt wird, begibt sich prisma auf die Suche nach leckeren und gesunden Möglichkeiten, im Sommer das perfekte Barbecue anzurichten.
Zuerst einmal sollte der Grillfreund entscheiden, ob er lieber den Gas-, Kohle- oder Elektrogrill anwerfen will. Was das mit Gesundheit zu tun hat? Nun, zunächst ist die Grilltemperatur entscheidend. Daran koppelt sich letztlich der Garprozess der zu grillenden Lebensmittel. Bei einem Gasgrill lässt sich die richtige Gartemperatur des Grillguts einstellen. Und auch manche Elektrogrills lassen sich detailliert über analoge oder digitale Regler bedienen. Bei einem Holzkohlegrill ist die Temperaturermittlung schwieriger. In jedem Fall sollte ein Fleischthermometer hinzugezogen werden, um die perfekte Temperatur des Grillguts zu ermitteln. Wird das Fleisch zu heiß, entsteht Gefahr. Bei zu langer und starker Erhitzung bilden sich heterozyklische aromatische Amine (HAA), die im Verdacht stehen, Tumore zu begünstigen. Daher gilt das Motto: lieber golden statt schwarz. Verbrannte Stellen sollten vorsichtshalber abgeschnitten werden.
Bei Gasgrills tropft keine Flüssigkeit auf die Kohle oder die Heizschlange des Elektrogrills. Zumeist laufen die Liquide am Metall ab. Daher entstehen bei dieser Grillvariante weniger polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die Krebserkrankungen verursachen können. Die PAK gelangen über den Rauch auf das Grillgut. Grundsätzlich ist daher immer davon abzuraten, in das Fleisch zu stechen. Stattdessen lieber eine Zange für das Wenden benutzen.
Anstatt die gängigen Aluschalen für Grillgemüse oder Grillkäse zu nutzen und zu riskieren, dass Aluminium in die Speisen gelangt, sollten wiederverwendbare Schalen aus Edelstahl oder Gusseisen zum Einsatz kommen.
Wenn es um die Wahl des Grillguts geht, dann raten Gesundheitsexperten beispielsweise zu magerem Hähnchen- oder Putenfleisch. Im Gegensatz zu „rotem“ Fleisch enthalten sie weniger Fett und mindern das Risiko, dass sich beim Grillen krebserregende Stoffe bilden. Fisch und Gemüse eigenen sich ebenfalls hervorragend zum Grillen.
Wichtig: Das Fleisch sollte erst nach dem Grillvorgang gesalzen werden, da das Salz ihm sonst Flüssigkeit entzieht und es weniger saftig ist. Bei der Marinierung sollte man auf zuckerhaltige Fertigprodukte verzichten und lieber selbst Hand anlegen. Mit Olivenöl, Honig, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Zwiebeln, Paprika, Kümmel, oder verschiedenen Kräutern lässt sich ganz nach Gusto eine hervorragende und geschmacksintensive Veredelung zaubern.